Die Story hinter der Story


Vor einigen Tagen war ich auf dem Weg zu einem Auftraggeber.
Der Weg war mir vertraut.

Ich fuhr die übliche Route zu einer Zeit, in der eigentlich wenig Verkehr herrschte.

An diesem Tag fand ich mich jedoch plötzlich in einem langen Stau wieder.

Es war nicht einmal mehr ein Stop and Go, sondern der Verkehr war vollends zum Erliegen gekommen, und mein Handy-Navi zeigte mir, dass ein ca. 800 m langer Stau vor mir lag, dem ich nicht mehr entkommen konnte, denn die letzte Möglichkeit, einen anderen Weg zu wählen, lag bereits hinter mir, und auch Wendemöglichkeiten gab es so bald keine mehr.

Ich spürte, wie etwas Unruhe in mir aufkam. Der Tag hatte schon seltsam begonnen, denn ich hatte schlecht geschlafen, irgendwie war mir andauernd etwas heruntergefallen, und ich konnte mich nicht so recht für ein Outfit entscheiden (ihr kennt das sicher), und ich war eh schon später dran als geplant. Da war es scheinbar nur logisch, dass ich nun auch noch in einen Stau geriet, wo normalerweise freie Fahrt galt, und ich nun später als geplant mein Ziel erreichen würde.

Ich versuchte, mir die Zeit mit Musik zu vertreiben, die Gedanken kamen und gingen, mein Geist war die ganze Zeit beschäftigt, aber vor mir wollte und wollte es einfach nicht voran gehen.

Ich war – ich gebe es zu – genervt.

Mein „Om“ war an dem Morgen irgendwie noch im Tiefschlaf, und so sehr ich mich immer wieder beruhigte, so regelmäßig kam auch ein neuer Unruhe-Schub in mir auf. 
Stillstand ist grundsätzlich etwas, das ich nur schwer ertragen kann. 
Ich kann meditieren und stundenlang auf´s Meer schauen und wunderbar abschalten, aber gerate ich in einen Zustand der Ohnmacht und der Bewegungslosigkeit, wo mein Radar eigentlich auf Action und Output eingestellt war, werde ich unruhig und muss mich erst einmal neu justieren.
Meistens gelingt mir das – an diesem Morgen leider nicht besonders gut.
Mein inneres Gleichgewicht war gestört, und die üblichen Tools versagten.

Nach schier endlos scheinenden 45 Minuten war ich endlich an dem Punkt angelangt, an dem der Stau sein Ende hatte und man nun auch die Ursache erkennen konnte.

Die Straße, auf der ich mich befand, eine zweispurige Hauptverkehrsachse, die stadteinwärts führt, war ab der vor mir liegenden Kreuzung vollständig gesperrt worden, so dass die Autofahrer notgedrungen nach rechts und links ausweichen und abbiegen mussten.

An einigen Punkten standen Polizeiwagen, überall blinkte es blau, und man sah, dass auf einem wirklich sehr großen Areal verschiedene Bindemittel gestreut worden waren. Es musste einen sehr schweren Unfall gegeben haben, der zeitlich wohl jedoch schon etwas zurück lag, denn weder beteiligte Fahrzeuge, noch Krankenwagen oder Feuerwehr waren zu sehen.
Man konnte das Ausmaß anhand der Spuren nur noch erahnen.

Ich stand notgedrungen eine gewisse Zeit lang an dieser Kreuzung, da die Ampel rot war und es darüber hinaus natürlich auch einige Zeit brauchte, bis die Autofahrer sich links und rechts eingeordnet hatten, um den neuen Weg zu ihrem Ziel einzuschlagen, und während ich da so stand und auf die noch sichtbaren Hinweise auf den Unfall schaute, überkam mich das schlechte Gewissen und eine tiefe Traurigkeit.

Noch vor wenigen Minuten war ich innerlich genervt gewesen, weil ich aufgrund eines Staus zu spät dran war und meine Planung durcheinandergeraten war.

Wie aber sah es mit dem Plan der am Unfall Beteiligten und deren Angehörigen wohl aus?
Waren die Fahrzeuge neu oder alt? 

Vielleicht hatte jemand lange für sein Auto gespart? 

Oder vielleicht war es das Geschenk zum achtzehnten Geburtstag?

Hatte es einen schweren wirtschaftlichen Schaden gegeben, der vielleicht jemanden in den finanziellen Ruin trieb oder mindestens vor große Probleme stellte? 

War durch den Unfall vielleicht ein geplanter Termin oder eine geplante Reise unmöglich geworden, und welche Folgen hatte dies womöglich?

Waren die Fahrer jung oder alt? 

Was hatten sie gerade vor, als es passierte?

Hatten sie Familie? 

Einen Job?

Waren sie gestresst oder gerade sehr glücklich? 

Waren sie in Gedanken bei der Arbeit oder bei ihrer Familie, ihren Partnern oder Kindern?

Waren sie gesund und voller Lebensdrang oder plagten sie Krankheiten und Sorgen?

Hatte es Verletzte gegeben? 

Schwer Verletzte? 
Tote vielleicht sogar? 

Ein furchtbarer Gedanke.

War vor einigen Minuten womöglich das gesamte Leben eines Einzelnen oder einer Familie vollkommen aus den Fugen geraten?
Waren vielleicht Weichen völlig neu gestellt und über Schicksale entschieden worden, während ich (und sicher auch andere im Stau) nur an mich und meine verdammte Tagesplanung gedacht hatte?

Ich stellte mir vor, wie zwei Polizisten mit betroffener Miene vor einer Tür standen und fragten, ob sie hereinkommen dürfen, so wie man es aus Krimis kennt.

Eine Hundertstelsekunde kann das gesamte Leben verändern, es auf den Kopf stellen, alles über den Haufen werfen, uns aus der Bahn werfen und über Freude und unendliches Leid entscheiden. 

Ein menschliches Schicksal hängt an vielen kleinen Fäden, aber reißt ein einziger, kann sich alles verändern. 
Leben ist komplex. 
Aber doch auch sehr einfach. Einatmen, ausatmen. 
Jedes Leben ist einzigartig. 
Und es ist sehr fragil.

Wie oft urteilen wir aufgrund eines flüchtigen Eindrucks, eines kurzen Moments, eines Satzes oder aus einer Laune heraus? 

Wie häufig sind wir über Dinge genervt, die eigentlich keinerlei echte Bedeutung haben? 

Wieviel messen wir materiellen Dingen bei und stellen sie über immaterielle Werte? 

Wie häufig hinterfragen wir unsere Eindrücke, andere und uns selbst?

Wie oft gehen wir auf andere wirklich ein, um Einblick in ihr Leben zu erhalten und so ein realistischeres, menschlicheres Urteil fällen zu können?

Wie oft lassen wir einen tieferen Einblick in unser Leben, unsere Gefühlswelt zu?

Wie sehr wissen wir es zu schätzen, dass es uns gut geht, dass wir sehen, hören, fühlen, riechen, laufen, tanzen, arbeiten, lieben, streiten, ja: LEBEN dürfen?
Einatmen, ausatmen?

Und wie oft lassen wir uns täuschen? Auch von uns selbst? Unseren eigenen Gefühlen?

Einer meiner Lieblingsfilme, „Magnolia“ vom US-amerikanischen Regisseur Paul Thomas Anderson aus dem Jahr 1999, kam mir in den Sinn – eigentlich ein Film über Schuld, psychische Prägungen und deren Überwindung, aber auch ein Film über die Frage nach dem Zufall und Korrelationen, Menschen und deren Schicksale, Träume, Emotionen, Abgründe und Dramen.

Ein sehr intensiver Film, der unter die Haut geht und seine Protagonisten in teils unerträglicher Weise nackt zeigt, ohne sie dabei aber zu desavouieren.

Jeder von uns hat seine persönlichen Träume, Emotionen, Abgründe und Dramen.
Das macht uns zu Menschen.

Ich denke jedoch oft, dass die Menschen unserer materiell und leistungsorientierten Gesellschaft aufgrund des allgegenwärtig spürbaren Drucks und der permanenten virtuellen Verfügbarkeit von nahezu allen Dingen, Fantasien und Geschichten, Dramen, Absurditäten und Abgründen und den Bildern, die uns überall umgeben, die Fähigkeit zu echter Empathie, aber auch die Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen, ein Stück weit verloren haben. 

Man ist zunehmend von seinen Mitmenschen, aber auch von sich selbst abgeschnitten.

Man denkt, handelt und lebt in sich wiederholenden Sequenzen in Endlosschleife, isst Instant oder To Go, konsumiert im Tausendstel-Sekundentakt Eindrücke und Biographien, zappt sich durch TV, Social Media und das Leben und nimmt eigentlich nichts mehr wirklich wahr. 

Viele Menschen brauchen immer mehr so genannte Kicks, um etwas zu spüren, und interessieren sich nur noch für die kurze Sensation, einen schnellen Blick auf die Katastrophe und das Leid anderer, ohne dabei weiter zu denken oder gar eine Verbindung zu ihren eigenen Leben zu ziehen, denn das setzt Empathie voraus. Die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen, um nachfühlen zu können, was sie gerade fühlen.
Wie es ihnen geht, was es mit ihnen macht.

Es ist gut, dass die meisten von uns Schutzmechanismen haben, die uns davor bewahren, alles zu sehr an uns heran zu lassen, denn sonst würde uns unser Mitgefühl lähmen, und
natürlich kann man nicht immer eine ganze Kaskade von inneren Bildern vor sich ablaufen lassen, um sich in jemanden hinein versetzen zu können und Empathie zu zeigen.

Einige Menschen sind hochsensibel. Auch ich zähle dazu. Sie sind empfänglicher für Sinnesreize, nehmen diese viel eingehender wahr, verarbeiten diese tiefer und reagieren demnach auch stärker darauf als die breite Masse. Das heißt nicht, dass sie die ganze Zeit weinend durch´s Leben gehen. Vielmehr handelt es sich um eine besonders ausgeprägte Anlage zu sehr empfindlicher, feiner und intensiver Wahrnehmung mit allen Sinnen. Hochsensible nehmen nicht nur äußere Reize wie Lärm oder Gerüche, sondern auch innere Reize wie Gefühle und Stimmungen stärker wahr, und zwar nicht nur bei sich, sondern auch bei anderen.
Die Erscheinungsformen von Hochsensibilität und ihre Auswirkungen auf den Alltag sind vielfältig und sollen hier aber nicht weiter betrachtet werden.
Ein Zuviel an Empathie jedenfalls kann auch durchaus belastend sein.

Was wir in der Gesellschaft insgesamt jedoch immer mehr beobachten und worüber wir immer häufiger lesen, ist eine deutliche Abnahme der Empathie bei gleichzeitiger Zunahme von Egoismus und antisozialem Verhalten.

Fast wöchentlich liest man über Unfall-Gaffer und die mangelnde Bereitschaft, eine Rettungsgasse zu bilden, über Menschen, die für das „krasse Foto vom Unfallort“ Rettungskräfte anpöbeln und von Menschen, die in ihren Wohnungen zuweilen inmitten von Messie-Chaos und hunderten von abgemagerten und kranken Tieren in den eigenen Exkrementen vor sich hin vegetieren, bis irgendjemand aufgrund des Gestanks die Polizei ruft, während man sich vorher nicht einmal grüßte, wenn man sich begegnete. Vermutlich zerriss man sich noch das Maul über die oder den „komischen Alte/n mit den Katzen“.
Dabei steckt hinter Messie-Verhalten und Animal-Hoarding häufig eine geschundene Seele, ein Trauma, eine tiefe Verletzung und eine Lücke, die man versucht, zu schließen.
Eltern gaffen auf blutende Unfallopfer, während sie ihre Kleinkinder an der Hand halten, ein Hund wird von seinem Besitzer auf offener Straße getreten, während Umstehende kurz hinschauen, den Kopf schütteln und dann weiter gehen.

Aber es bedarf nicht der Extreme, um die Abnahme von Anteilnahme und Empathie zu dokumentieren.
Eine allgemeine Verrohung macht sich spürbar breit.
Mit der Abnahme der Anteilnahme und Betroffenheit sinken scheinbar auch die Hemm- und Reizschwellen.

In den sozialen Medien wird im vermeintlichen Schutz der Anonymität gewettert und beleidigt, in der Politik und in der Wirtschaft ballt sich immer mehr Macht zugunsten weniger und zu Lasten von Vielen, und im wahren Leben scheint zunehmend auch jeder vornehmlich das zu machen, was er will, ohne Rücksicht auf andere.

Antisoziale Empathielosigkeit zeigt sich an vielen Stellen, und wir nehmen sie mitunter nicht einmal mehr wahr, weil sie normal geworden ist. 
Alles dreht sich zunehmend nur um die eigene Achse, die eigene Wichtigkeit, die eigenen Ziele und das eigene Leben. Der Nabel der Welt, das sind wir.

Das allein ist an sich nicht nur falsch, denn eine gesunde Portion Selbstliebe und den Blick auf die eigenen Bedürfnisse, das würde ich jedem raten. Geht es uns selbst gut und achten wir auf uns und unsere Bedürfnisse, sind wir in der Lage, zu geben, auch anderen guten zu tun. Akzeptieren wir uns, sind wir in der Regel positiver, selbstsicherer, erfolgreicher und gesünder.

Egoismus und Egozentrik gehen jedoch weit über ein empfehlenswertes und gesundes Maß an Selbstfürsorge hinaus.

Ein besonders schlimmes Beispiel, geprägt durch Egoismus verzerrter Wahrnehmung der eigenen Wichtigkeit ließ sich 2017 in den Zeitungen verfolgen.

Da hatte ein 23-jähriger Berliner einen Rettungssanitäter bei dem Versuch, ein einjähriges Kind zu reanimieren, attackiert. Der Rettungswagen blockierte nämlich seinen PKW, so dass er nicht ausparken und pünktlich zur Arbeit fahren konnte. Daraufhin ging er mit den Worten "Verpisst euch, ich muss zur Arbeit!" auf die Rettungssanitäter los, tobte und demolierte den Rettungswagen. Nachdem man ihn über die Situation aufgeklärt hatte, dass gerade ein Kind reanimiert wurde, sagte er "Mir doch egal, wer hier gerade reanimiert wird." und baute sich in Drohhaltung vor einem Rettungssanitäter auf, als wolle er ihn gleich verprügeln.

Der Mann hatte nicht für eine Sekunde erwogen, dass die Rettung eines Menschenlebens in jedem Fall wichtiger war. Wichtiger als Pünktlichkeit, ja, sogar wichtiger als ein eventuell drohender Jobverlust. 
Er war nicht in der Lage, seine eigenen Pläne, Ziele und Bullet Points in ein gesundes, „normales“ Verhältnis zu einem im Sterben liegenden Kind zu setzen. 
Es war ihm, um es beim Namen zu nennen, scheißegal, dass da gerade ein Kind im Begriff war, sein Leben zu verlieren, und dass das Leben der Familie des Kindes gerade an der Schwelle zur größtmöglichen aller Katastrophen stand.

Seine eigenen kleinen Bedürfnisse, nämlich pünktlich zu kommen und keine Stress mit dem Chef zu bekommen, erschien ihm wichtiger.

Tunnelblick.

Der Fall kam zur Anzeige, und es ist ungewiss, ob der Mann im Nachgang noch Anzeichen von Einsicht und Reue zeigte. Er wurde wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Behinderung hilfelistender Personen zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, ferner musste er eine Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro leisten.

Das Kind konnte glücklicherweise gerettet werden.

Nun mag dieser Fall besonders drastisch erscheinen, und natürlich würde die Mehrheit der Menschen sich in dieser Situation anders verhalten, jedoch nehmen wir Sterben, Tod, Krieg und menschliche Dramen durchaus häufiger nicht mehr als etwas wahr, das unsere ganz besondere und länger als ein paar Minuten andauernde Aufmerksamkeit und unser Mitgefühl erfordert. Ein kurzes "Like" und bestenfalls ein paar kurze Worte der Betroffenheit mit passendem Emoji, das war's. Weiter scrollen. Zur nächsten Story.

Wir tun dies nicht, weil wir alle so eiskalte, rücksichtslose Menschen sind.
Wir wurden einfach im Lauf der Zeit dazu.
Zu News-, Geschichten- und Katastrophen-Konsumenten.
Wir sind Akteure, Protagonisten, Nutznießer und Opfer zugleich.
Wir nehmen den Lauf der Dinge quasi im Vorbeigehen mit, ohne uns dessen eigentlich bewusst zu sein, was genau da seit Jahren passiert und was es mit uns macht.

Durch den via Smartphone & Co. unmittelbar möglichen Zugang zur Welt und die Nachrichtendichte sind wir bereits seit Jahren schlicht "zu oft" und regelmäßig von Krieg, Sterben und Tod umgeben. Krieg auf der Welt, Facebookstories von Leukämieerkrankten bis ans Sterbebett, Berichte von Übergriffen und aggressiv-antisozialem Verhalten in der Boulevardpresse, Mord aufgrund Banalitäten, überbordende Aggressionen und in keinerlei Verhältnis stehende verbale oder körperliche Reaktionen von Menschen auf ein scheinbares Nichts sind heute an der Tagesordnung.

Die allgemeine Verrohung ist aber auch das Resultat eines steigenden Konkurrenzdrucks, basierend auf einem recht hohen Lebenswohlstand in den Industrienationen, gepaart mit zu hohen Erwartungen, sagen die Sozialpsychologen. Von einer „egomanischen Erbarmungslosigkeit“ ist die Rede, in der alles zur Zumutung gegenüber dem Einzelnen umgedeutet wird. Manch einem reicht bereits ein direkter Blickkontakt, eine rote Ampel, ein Stau, um zum Monster zu mutieren und sich persönlich gestört, beleidigt und behindert zu fühlen.
Und manch einem reicht sogar noch weniger.
Ich erinnere mich an die Berlinerin, die in einer U-Bahnstation von einem Fremden im Vorbeigehen einfach so die Treppe hinunter gestoßen wurde. Man konnte darüber in den Medien lesen. 

Viele Überreaktionen werden mehr und mehr normal, die Grenzen von Akzeptanz, Normalität und Entsetzen verschieben sich damit gleichermaßen.

Geht diese bereits deutlich zu beobachtende Entwicklung weiter und wird antisoziale Empathielosigkeit immer mehr als völlig normal empfunden, werden wir bald in einer schrecklichen Welt leben.

Ein Bild, das mich erschaudern lässt.

Wir müssen dringend aktiv werden, um unsere Empathiefähigkeit wieder zu stärken und zu trainieren. Es ist an uns, aktiv Hebel in Bewegung und Gegengewichte zur allgemeinen Entwicklung zu setzen.

Wir müssen unsere Welt wieder als etwas sehen und verstehen, das nicht selbstverständlich ist.

„Eine völlige Abwesenheit von Empathie ist mit dem Dasein als Mensch nicht vereinbar.“

Mit diesen Worten von Prof. Dr. Dieter Frey („Psychologie der Werte“) möchte ich diesen Beitrag beenden und mir weiterhin vornehmen, nicht nur als Coach, sondern vor allem als Teil unserer Gesellschaft immer auch die Story hinter der Story zu bedenken, Empathie zu zeigen, zuzulassen, weiterzugeben, ein Vorbild zu sein und dafür zu sorgen, dass Vorfälle wie die in Berlin nicht nur Einzelfälle bleiben, sondern in unserer zukünftigen Welt nicht mehr vorkommen.

Die Story hinter der Story darf mir, darf uns niemals egal sein.
Wir sind immer auch ein Teil der großen Geschichte, und wir schreiben sie mit.
Kapitel für Kapitel.
Das Buch namens Leben, das sind wir.



Foto: ich

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