Der Wert der Arbeit und das Ikigai




"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt,
sondern durch Arbeit und eigene Leistung."
(Albert Einstein)

"Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten."
(Aristoteles)

"Es gibt eine Zeit für die Arbeit. Und es gibt eine Zeit für die Liebe.
Mehr Zeit hat man nicht."
(Coco Chanel)

"Wenn man ganz bewusst acht Stunden täglich arbeitet, kann man 
es dazu bringen, Chef zu werden und vierzehn Stunden täglich
zu arbeiten."
(Robert Frost)


Die meisten von uns gehen arbeiten.
Im Arbeitszeitreport 2016 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin lesen wir, dass Vollzeitbeschäftigte im Durchschnitt rund 43,5 Stunden pro Woche arbeiten und damit 4,9 Stunden mehr als vertraglich vereinbart. Über die Hälfte der Beschäftigten arbeiten 
40-47 Wochenstunden.

Wer permanent viel arbeitet, sehnt sich häufig nach nichts mehr als danach, nicht mehr arbeiten zu müssen und seine Freiheit zu genießen.
Wer arbeitslos geworden ist und auch nach hunderten von Bewerbungen noch immer keinen neuen Job gefunden hat, sehnt sich nach nichts mehr als nach Arbeit.

Das eine bedingt das andere. So wie es im Leben generell gilt.
Kein Schwarz ohne Weiß, kein Plus ohne Minus, kein Hoch ohne Tief, kein Tag ohne Nacht. Alles hat und braucht eine zweite Seite, den Kontrast, ein Gegengewicht.

Fragt man in eine beliebige Runde von Menschen, warum sie denn arbeiten gehen, schaut man häufig in irritierte Gesichter in Anbetracht einer so scheinbar überflüssigen Frage und erhält vor allem diese Antwort: „Um Geld zu verdienen.“
Hin und wieder hört man auch: “Naja, weil man eben arbeiten gehen muss. Man muss ja schließlich von irgendetwas leben.“

Aber Arbeit ist weit mehr als die bloße Existenzsicherung.
Eine Geldquelle, um das tägliche Dasein zu finanzieren.

Mit Arbeit verbringen die meisten von uns - neben Schlaf - den größten Teil ihrer Lebenszeit.

Arbeit bildet den Kontrast zu unserer Freizeit, die wir dadurch erst recht genießen können.
Unser Job macht uns zu einem wertvollen (und wertschöpfenden) Mitglied der Gesellschaft.
Arbeit gibt unseren Tagen eine Struktur. 
Sie ist - im Idealfall - sinn- und identitätsstiftend. 
Arbeit ermöglicht uns den Kontakt zu anderen Menschen.
Arbeitsverlust geht häufig mit gesellschaftlicher Isolation einher. 
Verlieren wir unsere Arbeit, sind wir deprimiert.

So die Theorie.

Im Coaching begegne ich immer wieder Menschen, die beim Lesen dieser Worte vermutlich ebenso irritiert dreinschauen würden wie bei der Frage danach, warum sie denn überhaupt arbeiten gehen.

Sinn?
Wertvolles Mitglied der Gesellschaft?
Identität?

Studien belegen, dass viele Menschen in ihrem Job unglücklich sind.
32 % finden ihren Arbeitsplatz schlecht, ergab eine Studie quer durch alle Branchen und Job-Hierarchien *) Als Gründe hierfür wurden vor allem mangelnde Wertschätzung und Respekt durch Vorgesetzte, schlechte Bezahlung, hohe Arbeitsbelastung und fehlende Sicherheit genannt.
Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis.

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg der Anteil im vergangenen Jahr auf einen Höchststand von 8,3 Prozent an der betrieblichen Gesamtbeschäftigung – das entspricht 3,15 Millionen Menschen. 
Mit knapp 44 % war bei den Neueinstellungen im Jahr 2017 nahezu jeder zweite neue Job nur befristet.

Durch die Unsicherheit entsteht ein psychischer Druck, Angst. Angst wiederum führt zu Unsicherheit. Eine fatale Wechselwirkung. Angst vor Arbeitsplatzverlust – nicht nur bei befristeten Arbeitsplätzen – ist einer der häufigsten Gründe dafür, dass Arbeitnehmer Krankheiten nicht (aus)kurieren und ihren Körper somit überlasten. Dauerhafte Überlastung wiederum führt zu chronischen Erkrankungen.

Immer mehr unserer Arbeit wird durch Technik, Computer und Roboter ersetzt.
Mit anderen Worten: WIR werden ersetzt.

Unser Denken wird heute primär von dem Wunsch nach Maximierung, Optimierung, Perfektionierung und Absicherung bestimmt.

Aber entsprechen diese „Werte“ den menschlichen Bedürfnissen?

Zumal die Früchte dieses permanenten „Schneller, Höher, Weiter, Besser“ in der Regel nicht auf alle am Prozess beteiliigte verteilt werden, die einen Gewinn erwirtschaften. 

Zu einer zunehmend technisierten und digitalisierten Arbeitswelt mit wenig Wertschätzung und Ausgleichsmöglichkeiten, wenig Sicherheit und dadurch bedingt mehr Angst kommt also eine stetig wachsende Ungerechtigkeit in der Verteilung.

Das Klima verändert sich - nicht nur auf der Erde.

Was tun?

Und vor allem: was macht all das mit uns? 

Der Mensch funktioniert streng genommen seit eh und je nach denselben Mechanismen. Körper und Psyche sind auf dem Stand eines Urmenschen.
Die Welt, unser Lebensraum hat sich jedoch dramatisch verändert.

Noch nie war der Kontrast so groß, stellt man sich die Frage nach Sinn und Wert von Arbeit, nach Wunsch und Realität.

Manchmal scheint es, als würde alles aus dem Gleichgewicht geraten. 
Es „kippt“. 
Überall „schwappt“ es in alle möglichen Richtungen über.
Es mangelt an Harmonie.

Fehlende Harmonie schafft Unmut statt Zufriedenheit, Frust statt Lust, Aggression statt Frieden, Energieverlust statt Motivation, Synergieverlust statt Kooperation, Rückzug statt Kontakt, Opposition statt Kompromiss, Krankheit statt Wohlbefinden.

Es scheint nicht übertrieben zu sein, wenn man behauptet, dass der Mensch in Gefahr ist.

Die Zeit können wir nicht zurückdrehen. 
Unsere Arbeitsbedingungen hingegen und die Philosophie hinter Arbeit und Wertschöpfung schon. 

Wir brauchen neue Ideen, neue Ansätze, Fantasie, Mut, Kreativität.

Es mangelt gänzlich an Ansätzen, hier das dringend erforderliche Gegengewicht zu schaffen, neue Strategien umzusetzen, ein neues Denken zu definieren. Unsere gesamte Arbeitswelt, angefangen bei Schule und Bildung, erfordert eine neue, komplexe Herangehensweise und ganzheitliche Betrachtung als es bislang der Fall war. Eine, die den Menschen in diesem System gerecht wird.

Der Wert der Arbeit muss neu definiert werden.

In einem älteren Post habe ich bereits über den Wandel und unseren möglichen Anteil daran geschrieben.

Die Veränderung, das sind wir.
Unsere Glaubenssätze, das „Mind Set“, unsere Mentalität bedarf einer Generalüberholung. Von Geburt an kennen wir intrinsische Antreiber, die bei den meisten von uns über die Zeit durch extrinsische ersetzt wurden.
Dadurch entsteht ein permanenter Konflikt.
Aus Kraftfeldern von einst werden Störfelder.

Dieser als korrumpierender Effekt bezeichnete Vorgang kann sogar dafür sorgen, dass zusätzliche extrinsische Belohnungen schädlich für die Motivation sein können. 

Ich bin überzeugt, dass die meisten von uns dies intuitiv spüren, jedoch tritt an die Stelle der Individualität häufig die Anpassung, und irgendwann ist das Angepasstsein, die Stromlinienförmigkeit und das daraus entstehende Gefühl der Dazugehörigkeit das vorherrschende Motiv für unsere Lebensgestaltung.

Unsere tiefsten, innersten Wünsche, Gefühle und Träume wurden abgelöst und vergraben, wir hören und fühlen sie nicht mehr, und wir leben in der Illusion, dass wir das Leben führen, das wir immer führen wollten. Wir sind von unserem Inneren abgeschnitten.

Es geschieht nicht selten, dass Menschen im fortgeschrittenen Alter, in „der Mitte ihres Lebens“ ihr bisheriges Dasein plötzlich in Frage stellen, häufig und vor allem ihre Arbeit.
Der Begriff “Midlife-Crisis“ wurde 1957 vom kanadischen Psychoanalytiker Elliot Jaques geprägt, und er besagt eigentlich, dass Menschen mit ca. Mitte 30 erkennen, dass sie die Hälfte ihres Lebens erreicht bzw. die Mittellinie überschritten haben.
Die Lebensmitte hat sich heutzutage aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung verlagert, aber die Midlife-Crisis erfasst die Menschen nach wie vor sehr häufig.

In Dantes Göttlicher Komödie heißt es:
„Als ich auf halbem Weg stand unsers Lebens,
fand ich mich einst in einem dunklen Walde,
weil ich vom rechten Weg verirrt mich hatte.“

Die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit rückt immer mehr in das eigene Bewusstsein und damit der gezielte Blick auf das, was man hat und das, was man eigentlich einmal wollte.
Der Wunsch, das Leben so zu gestalten, wie es uns gefällt, uns glücklich macht, uns Zufriedenheit vermittelt, uns einen SINN gibt, steht wieder mehr im Fokus.

Arbeit ist sinn- und identitätsstiftend, sagte ich eingangs.
Im Idealfall.

Und genau hier schließt sich der Kreis.

Unsere Arbeit, die einen Großteil unserer Lebenszeit bestimmt, soll unserem Leben einen Sinn geben. Einen, der weit über die monetäre Komponente hinaus geht.

Fokussieren wir uns in der Schule mehr auf die Talente, Neigungen, Fähigkeiten und das lustvolle Agieren, das Erkunden und Erforschen statt auf Defizite und Leistungsvergleich, fördern wir die Motivation, die Lern- und Leistungsbereitschaft, das Wohnbefinden, die Freude und den Erfolg unserer Kinder.

Geben wir unseren Kindern die Chance, ihren beruflichen Lebensweg primär nach intrinsischen Motiven zu gestalten, nach Lust und Freude, fördern wir die Motivation, die Lern- und Leistungsbereitschaft, das Wohlbefinden, die Freude und den Erfolg unserer Kinder.

Menschen, denen es gut geht, die Freude bei ihrer Tätigkeit empfinden, sind leistungsfähiger, motivierter, gesünder und tragen so mehr zum Erfolg einer Arbeit, eines Projekts bei und somit zum Erfolg des großen Ganzen.

Hat das große Ganze durch die Motivation und den Einsatz Einzelner Erfolg, kann man die Einzelnen am Gesamterfolg teilhaben lassen. Dies kann vor allem durch Lob, Wertschätzung und angemessenen Lohn erfolgen.
Dies wiederum sorgt für mehr Zufriedenheit, Gesundheit und Leistungsbereitschaft, was wiederum den Erfolg sichert.
Wird ein Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitern durch externe Faktoren erschüttert, ist es eher in der Lage, einer Krise standzuhalten, da die Loyalität seiner Mitarbeiter ihm Verständnis, Kooperationsbereitschaft und Kreativität sichert, und all das schafft ein Gefühl von Gemeinsamkeit. Gemeinsamkeit, Zusammengehörigkeitsgefühl ist ein elementarer Faktor für Wohlbefinden und Erfolg.

Wohlbefinden schafft Gesundheit, gesunde Mitarbeiter helfen einem Unternehmen und dem Saat, erheblich Geld zu sparen, denn die Kosten für Fehlzeiten und deren Folgekosten durch Personalersatz, Rehabilitation und Lohnersatz sind enorm.
Allein die volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeitstage und damit verbundene Produktionsausfälle betrugen im Jahr 2017 geschätzt 76 Milliarden Euro, so das Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. 

Jüngste Studien ergaben, dass Jugendliche bei ihrer Berufswahl vor allem auf den Spaß bei der Arbeit setzen. Der Beruf soll vornehmlich zu ihren Hobbies und Interessen passen. Aufstiegschancen und Bezahlung sind zweitrangig. 
Arbeit dient nicht mehr primär der Existenzsicherung. Freiheit und ein positives Lebensgefühl sind wichtig.

Das lässt hoffen.

Ein Wandel von innen heraus scheint aufgrund der veränderten Motive, dem Wunsch nach Sinnhaftigkeit und Freude zunehmend möglich. Die Welt um uns herum muss hier noch umdenken. Gesellschaft, Unternehmen/Unternehmer und Politik können von den heranwachsenden Generationen lernen. 

Der Wertekanon verändert sich. 
Und das muss er auch.

Auf der Welt gibt es einige so genannte „Blue Zones“ = „blaue Zonen“, Regionen, in denen Menschen länger als der Durchschnitt leben. Gianni Pes und Michel Poulain, zwei Wissenschaftler, entdeckten seinerzeit, dass in einem sardischen Dorf ein besonders hoher Anteil an männlichen Hundertjährigen lebten. Sie versuchten, die Faktoren für diese überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung zu ergründen und fanden weitere Dörfer, die sich durch diese besonders hohe Lebenserwartung auszeichneten. Diese markierten sie auf der Weltkarte blau.
Dan Buettner, ein amerikanischer Autor, wollte mehr herausfinden und machte gemeinsam mit Anthropologen, Ernährungsmedizinern, Genetikern und Historikern insgesamt fünf Regionen ausfindig, in denen Menschen länger gesund leben als auf dem Rest der Erde.
Die Menschen dort erreichen nicht nur zehnmal häufiger das hundertste Lebensjahr als Menschen in den USA, sondern sie leben außerdem gesünder und leiden seltener an gemeinhin bekannten Alterserkrankungen.

Eine dieser Regionen ist die Insel Okinawa in Japan.
Eines der Geheimnisse der Menschen auf Okinawa ist „Ikigai“.
Ikigai setzt sich aus den japanischen Wörtern „ikiru“ (leben) und „kai“ (frei übersetzt: die Realisierung dessen, worauf man hofft). Es gibt keine 1:1 Übersetzung für Ikigai, aber es beschreibt das Konzept eines sinnerfüllten Lebens, etwas, wofür es sich lohnt, zu leben und jeden Morgen aufzustehen.

 „Arbeit“ ist in Japan mehrheitlich anders besetzt als zum Beispiel in Deutschland.
Die meisten Japaner wollen im Rentenalter weiterarbeiten, auch für weniger Lohn.
Denn mit dem Verlust der Arbeit geht häufig auch das Ikigai verloren.
Ein Phänomen, das jedoch nicht nur in Japan beobachtet werden kann.
Gehen Menschen in ihrem Job auf, stehen sie, wen sie in Rente gehen, nicht selten vor einem großen schwarzen Loch, wissen nichts mit sich anzufangen, finden keine sinnvolle Aufgabe, die für sie lebenserhaltend ist. Der eigene Wert wird in Frage gestellt, denn plötzlich scheinen sie „wertlos“ zu sein. Ihr „Ikigai“ ist verloren gegangen.

Ikigai ist aber an sich kein statisches Konzept.
Mit zunehmendem Alter kann sich das Ikigai auch verändern.

Der Sinn des Daseins steht immer im Mittelpunkt. 

Der durchschnittliche Japaner geht mit 69 und damit neun Jahre nach Erreichen des gesetzlichen Alters für den Ruhestand in Rente. 
Eher untypisch für ein Wohlstandsland.
In Deutschland gehen Arbeitnehmer im Schnitt bereits zwei Jahre vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters in den Ruhestand. Ähnlich verhält es sich in Österreich und den USA.

In Japan sind alte Menschen bis ins hohe Alter aktiver und gesünder. Sie arbeiten gegen Entgelt oder ehrenamtlich, treiben Sport, sind damit integrierter und geschätzter Bestandteil der Gesellschaft. Und der Staat tut auch einiges dafür, dass das Altwerden nicht gleichgesetzt ist mit dem Rosten und Alleinsein. Arbeit hat in Japan traditionell einen hohen Stellenwert, und die Regierung erleichtert es den Unternehmen politisch, ältere Arbeitnehmer länger zu beschäftigen.
Natürlich ist auch Japan kein Schlaraffenland, in dem alles bunt ist und glänzt.
Die Idee des Ikigai jedoch kann als Vorbild für einen zukunftsweisenden Wandel in einer zunehmend globalisierten, technisierten und digitalisierten Arbeitswelt mit zunehmender inneren Unzufriedenheit und Vereinsamung sowie steigender Anzahl psychosomatischer Krankheitsbilder dienen.

Sein „Ikigai“ zu finden, ist nur der erste Schritt.
Aktiv zu werden und danach zu leben, der wichtigste.

Die Sinnhaftigkeit von Arbeit rückt hier in den Fokus bei der Frage nach dem Wert von Arbeit. Eng verbunden damit der eigene Wert, der Wert des eigenen Lebens.

Aber nicht nur in der (Erwerbs-)Arbeit sollten wir unser Ikigai finden.

Die alten Griechen empfanden Erwerbsarbeit eher als Laster. Es lenkte sie von den schönen Dingen des Lebens wie Sport, Liebe und Kunst ab.

Hannah Arendt, eine politische Theoretikerin und Publizistin, entwickelte diesen Gedanken weiter, indem sie feststellte, dass das gute Leben in der Moderne verloren gegangen sei.

Es mangelt an der Fähigkeit, ein sinnvolles und gutes Leben jenseits unseres Jobs zu führen, das Gefühl des Erfolgs resultiert für viele von uns mehrheitlich aus unserer Arbeit.

Und auch hier schließt sich erneut der Kreis.

Unsere Lebenszeit ist ebenso begrenzt wie unsere Ressourcen.
Unser Ziel sollte mehrheitlich ein erfülltes, sinnhaftes, glückliches Leben und der Erhalt unseres Lebensraums und unserer Gesundheit sein.
Dazu können wir alle beitragen.
Unerlässlich wird hierfür ein Wandel sein.

„Happiness“, „Glück“ wird im Kontext Arbeit noch immer mehrheitlich allenfalls als Nebenprodukt von Arbeitsergebnissen statt als ein Weg zum Erfolg betrachtet.
In der mehrheitlich öffentlichen Denkweise sorgt der Erfolg für Glück, nicht umgekehrt.

Wir streben nach extrinsischen Anreizen anstatt sie in uns selbst zu suchen.
Anerkennung erfolgt über Anreizsysteme wie Geld und Statussymbole.
Wir definieren uns und den Sinn unseres Lebens häufig über Status und Geld.
Unternehmen definieren den Sinn und Wert ihrer Mitarbeiter über Gehälter und geldwerte Vorteile. Fallen der Job und diese "Belohnungen" weg, führt das nicht selten auch zum Verlust des Lebenssinns und Selbstwertgefühls, dadurch bedingt stetig sinkende Motivation, was wiederum die Chance auf Veränderung senkt...man könnte sagen, ein negatives Perpetuum Mobile. Krankheit ist eine häufige Folge. 

Wir befinden uns mehrheitlich in einem Zustand des Getriebenseins anstatt in einem Zustand des Treibens, des so genannten Flows.

Wie wir und unsere Welt wieder mehr in den FLOW kommen können, soll in einem anderen Post zur Sprache kommen. 

Intrinsische Motivation, beflügelnde statt belastende Antreiber und ein Mindset, das den Wert des Einzelnen, den Wert des Lebens, Freude und Gesundheit in einen neuen Kontext zum Begriff „Arbeit“ stellt, können den Wandel bewirken, der unserer Zukunft nicht nur die Stirn bieten, sondern sie auch positiv und lebenserhaltend beeinflussen kann.

Lasst uns nicht abwarten, was der Wandel mit uns vorhat.
Lasst uns den Wandel gestalten.

Lasst uns mutig, kreativ und anders sein als die meisten.

Aus der Herde ausbrechen, um neue Pfade zu entdecken und begehbar zu machen.
Denn hinter der Hecke des Gewohnten lauert womöglich etwas viel besseres.


Everything you've ever wanted is right outside your comfort zone.








*)Studie Gute Arbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Foto: ich




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