MACHT & KONTROLLE



Das Streben nach Macht & Kontrolle liegt dem Menschen im Blut und ist an sich nicht verwerflich. 

Unser ganzes Leben ist durch das Streben nach u.das Verhältnis v. Macht & Kontrolle gekennzeichnet. Bildung verschafft uns ein Instrument zur Kontrolle über unsere berufliche Entwicklung, ein Job verschafft uns Geld, das uns wiederum Kontrolle über Materielles und somit Unabhängigkeit verschafft usw.

Unser Leben wird etwas berechenbarer.

Menschliche Beziehungen / Partnerschaften jeder Art unterliegen den Gesetzen von Macht & Kontrolle.


„Wer hat die Hosen an?“ fragen wir im Spaß und meinen damit, wer in einer Liebesbeziehung Entscheidungen maßgeblich beeinflusst. Auch das ist an sich nichts Schlechtes, wenn Ausgewogenheit hergestellt sind u. ein liebevoll respektvoller Umgang besteht.


Einigkeit und Zufriedenheit in der Rollenverteilung.


Alles dreht sich um Beziehungen. 


Schon bevor wir zur Welt kommen und direkt nach unserer Geburt haben wir die wichtige  Beziehung zu unserer Mutter. 


Die Wirtschaft und ganze Länder stehen zueinander in Beziehungen und ringen um Macht & Kontrolle. 


Business as usual.
Ein ewiges Austarieren, Push & Pull.

Kritisch wird es immer dann, wenn die Waagschalen zweier Parteien im Verhältnis von Macht & Kontrolle ins Ungleichgewicht geraten, eine Seite ihre Machtposition ausnutzt und die andere Seite so stark kontrolliert, dass ein Monopol entsteht. 


Die Macht & Kontrolle des einen schadet dem anderen. 
Wird der eine zu mächtig, wird der andere immer kleiner, wenn nicht gegengesteuert wird.

Die Beziehung wird toxisch, zerstörerischer Missbrauch entsteht.


Der Anteil toxischer Beziehungen ist hoch, meistens finden sie völlig unbemerkt und im Verborgenen statt. Und es ist ein schleichender, häufig auch für die Betroffenen kaum merkbarer Prozess, der ihnen erst sehr spät oder gar NACH einer toxischen Beziehung bewusst wird.


Unsere Beziehungen zu anderen haben nicht nur den größten Einfluss auf unser Leben, sondern sie sind auch Leinwand unserer Zukunft und Spiegel der Vergangenheit. 


In ihnen liegt ein enormes Potenzial, aber auch ein Minenfeld und gleichzeitig ein großer Schatz an Reflexion und Erkenntnisgewinn.

Die folgenden Tage widme ich dem sehr komplexen Feld von Macht & Kontrolle in Beziehungen.


Denn während die Aufmerksamkeit für körperliche und sexuelle Gewalt und Übergriffe zunimmt und Aktionen 
wie #Metoo mit prominenten Unterstützerinnen große Aufmerksamkeit erzeugt haben, bleibt das große Feld der Psychischen Gewalt und deren Folgen immer noch weitgehend unbeachtet, ja nahezu nicht respektiert. 

Denn die Wunden sieht man nicht. 
Täter haben zwei Gesichter.
Opfer entsprechen keinen Klischees.
Alles ist nicht greifbar.

Es mangelt an Aufklärung, Wissen und Akzeptanz.

Das soll sich ändern.
Das MUSS sich ändern. 

Heute leidet jede dritte Person, die berufsunfähig wird, an Depressionen, Burnout oder anderen psychischen Erkrankungen. Diese sind auch für rund 19 % aller berufl. Fehlzeiten verantwortlich. Das ist der höchste Wert im Vergleich zu anderen Diagnosen - noch vor Rückenbeschwerden und Erkältungskrankheiten.  
Der Wert für Psychische Erkangungen erreicht somit ein trauriges Rekordhoch.


Einige wichtige Faktoren hierfür sind im Bereich der Beziehungsgestaltung zu suchen. Beziehungen und die Machtverhältnisse innerhalb unserer Beziehungen können krank machen. 

Die Beziehung zur Mutter
Die Beziehung zum Chef
Die Beziehung zum Partner

Aber vor allem die Beziehung zu uns selbst, denn sie ist gleichzeitig Ursache und Wirkung für all unsere Beziehungen und für unsere psychische Gesundheit

Wie unsere Beziehung zu uns selbst ist und auf welche  Impulse und Muster wir anspringen, resultiert maßgeblich aus unserer Kindheit. Hier werden Muster und der Nährboden für all unsere Beziehungen geprägt. 
Und häufig haben lebenslange Dramen hier ihren Ursprung.
Und jede weitere Beziehung nach gewohntem Muster erzeugt tiefere Spuren und Trampelpfade, die man immer schwerer verlassen kann. 

Psychische Gesundheit ist ein hohes persönliches und gesellschaftliches Gut und eine Investition.

Prävention ist lebenserhaltend.


Wissen ist Macht.


Die Aufmerksamkeit für Psychische Gesundheit, Psychische Gewalt und Macht- und Kontrollmechanismen muss größer werden.

Ich möchte einen Beitrag dazu leisten.








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