Die Süße der Zitrone - oder von der Umdeutung der Toleranz

 

Was ist „Toleranz“?

Der Duden beschreibt Toleranz als „Duldsamkeit“. Etwas oder jemanden „dulden“ bedeutet aushalten, sie oder ihn sein lassen.

„Dulden“ beschreibt Toleranz in meinen Augen sehr gut, da es eben genau darum geht.

Ich finde deinen Look nicht gut, aber trag, was du willst. Ich dulde es. Ich finde deine Frisur kacke, aber es ist dein Kopf. Ich dulde es. Genau genommen geht es mich auch überhaupt nichts an, was jemand trägt oder welche Frisur sie oder er hat. Ich kann mir denken, was immer ich will, aber es geht mich nichts an. Und genau dabei hilft Toleranz. 

Es gibt aber auch weitere Bereiche als reine Äußerlichkeiten, in denen die Lebensweise anderer die eigene zumindest indirekt betreffen. Ich finde es beispielsweise absolut nicht in Ordnung, dass jemand Billigklamotten kauft, Unmengen Fleisch isst, seinen Müll nicht trennt, und ich versuche, mein eigenes Verhalten hier zu optimieren, aufzuklären und Argumente dahingehend zu liefern, dass jemand sein Verhalten überdenkt und vielleicht ändert, aber ich dulde es. Es gibt zwar inzwischen eine Art gesellschaftlichen Konsens darüber, dass es gewisse Verhaltensweisen gibt, die eher nicht so prickelnd sind, aber es bleibt dennoch die jeweils individuelle Meinung und Haltung jeder:s Einzelnen, ob und wie weit sie/er ihr/sein Verhalten anpasst. Ich finde es vielleicht nicht gut, ich selbst handhabe es anders, aber ich dulde es, dass andere es eben anders handhaben. Es mag ja auch jeweils unterschiedliche Motive für ein Verhalten geben. 

Ein beispielsweise klimaschädliches Verhalten betrifft mich und alle zwar in gewisser Weise (zumindest mehr als das, was jemand trägt oder ihre/seine Frisur), aber eben nur mittelbar, nicht direkt, und es verstößt gegen kein Gesetz. 

Apropos Gesetz: Die nächste Frage, die ich für euch habe, lautet „Was ist Demokratie?“

Auch hier werden wir im Duden fündig, unter anderem steht dort „Prinzip der freien und gleichberechtigten Willensbildung und Mitbestimmung in gesellschaftlichen Gruppen“ und „politisches Prinzip, nach dem das Volk durch freie Wahl an der Machtausübung im Staat teilhat“ und „Regierungssystem, in dem die vom Volk gewählten Vertreter die Herrschaft ausüben (parlamentarische Demokratie)“. Und man liest dort weiter „Zu den Prinzipien der Demokratie gehört die freie Meinungsäußerung.“

Aha.

Ich interpretiere das so, dass dieses Prinzip in demokratischen Gesellschaften immer und für alle gilt, so lange die demokratische Grundordnung darüberhinaus und deren Gesetze nicht missachtet werden.

Meinungsfreiheit gilt also für alle.

Demokratie bedeutet also streng genommen, wenn ich es richtig sehe, maximale Toleranz der Bürgerinnen und Bürger füreinander. Das ist auch gut so, denn bei rund 84 Mio Menschen im Deutschland gibt es entsprechend viele unterschiedliche Meinungen und Lebensweisen.

Ich bin im Westteil Berlins geboren und aufgewachsen, also im freien Teil, der zwar von einer Mauer umgeben war, die jedoch unsere Lebensweise innerhalb dieser Mauer nicht im geringsten beeinträchtigt hat. Physisch war sie nicht präsent, und einige West-Berliner hatten sie bis zu ihrem Fall vermutlich auch noch nie gesehen. 

Wir durften tun, was wir wollten, sein, wer wir sein wollten, leben wie wir wollten. und wir durften reisen, wohin wir wollten. Durch die uns umgebende DDR war das allenfalls mit etwas Stress verbunden, aber das war eben so.

Anders verhielt es sich mit den Menschen jenseits dieser Mauer, die im Ostteil Berlins in der DDR aufwuchsen.

Die Mauer war im Westteil Berlins zwar allgegenwärtig, aber tatsächlich gab es nichts, das uns von irgendetwas abhielt, uns einsperrte, uns etwas verbot oder vorschrieb, abgesehen von geltenden Gesetzen und Regeln wie beispielsweise im Verkehr. Und auch hier galt und gilt nach wie vor der feine Unterschied zwischen einem GEbot und einem VERbot. 

„Du solltest etwas nicht tun, es gilt als nicht ratsam oder schick oder up to date!“ ist etwas anderes als „Du darfst etwas nicht tun, es ist verboten und wird bestraft.“

Und genau diese Feinheiten im Miteinander, die Toleranz ausmachen, kannten wir seinerzeit noch erheblich besser als das heute der Fall ist - zumindest in der Blase, in der ich aufwuchs.

Das Berlin, in dem ich meine Sozialisation erlebte, war schon damals ein buntes Gemisch der Nationalitäten und Kulturen. Wörter wie „Multikulti“ und „Diversity“ waren noch nicht geboren, da lebten wir es in Berlin West bereits. Und ja, es gab auch Stadtteile, die mehr international geprägt waren als andere, aber die befanden sich inmitten Berlins, nicht an oder außerhalb ihrer Stadtgrenzen. Natürlich möchte ich auch nicht behaupten, dass alle der „alten weißen Männer“ das damals alles ganz toll fand, mitnichten. Das Fremde, das Neue, das Anderssein irritierte damals wie heute einen Teil der Gesellschaft. Aber das an sich ist ein Wesensmerkmal des Menschen. Und ein paar Übriggebliebene, die sich nach den guten alten Zeiten, mitunter auch denen unter AH sehnten, gab es natürlich auch. Die gibt es immer und wird es wohl immer geben. Leider. Jedoch hatte man in weiten Teilen mitunter durch die vielen gemeinsamen Jahre an Fließbändern oder in anderen Wirkstätten noch eine andere Sicht auf die Menschen, die eben nicht mit Knödeln groß geworden waren.

Aber alles in allem ließ man sich weitgehend sein und leben, und die Jüngeren kannten es einfach gar nicht anders, als dass man im näheren oder entfernteren Freundes- und Bekanntenkreis auch TürkInnen, ItalienerInnen, Homosexuelle, Männer in „Frauenkleidern“ oder umgekehrt hatte. Bis Mitte 20 trug ich nie einen BH. Wir Mädchen / Frauen rasierten uns nicht, um irgendeinem Ideal zu entsprechen. Und all das war voll OK. Ganz bestimmt fand nicht jede:r alles und jede:n gut, aber man lebte in diesem wilden Durcheinander gut miteinander, manchmal eben auch nur nebeneinander, aber das weitgehend friedlich und tolerant. 

Es gab Gesetze, Regeln, Politik und es gab Meinungen. Und während Gesetze und Regeln für alle galten, galt es eben für Politik und Meinungen nicht. Es gab leidenschaftliche Debatten und Bundestagssitzungen, aber es gab keine gefühlte Ausgrenzung Andersdenkender. Man konnte diskutieren, Kritik üben und lernte, Gegenargumente zu liefern und Kritik auszuhalten. Und nach einer hitzigen Debatte ging man zusammen ein Bier trinken und sprach über etwas anderes, über Themen und Meinungen, die man teilte. Oder eben nicht. Aber Uneinigkeit auf bestimmten Sachebenen bedeutete nicht, dass man die oder den anderen per se direkt zu 100% scheiße fand und dieser ein schlechter Mensch war.

Ich möchte keineswegs behaupten, dass es keinen Sexismus oder Rassismus gab. Mit Sicherheit waren Menschen bei weitem  nicht so „aufgeklärt“ oder „woke“ wie sie es heute sind - oder sein sollten. Und ich möchte auch keineswegs behaupten, dass sehr vieles, das sich seitdem getan hat, nicht deutlich besser ist. Aber einiges hingegen hat sich nach meinem Empfinden deutlich verschlechtert.

Natürlich trugen auch damals die Medien und die Politik erheblich dazu bei, wie Menschen Dinge sahen. Als zum Beispiel „AIDS“ aufkam und bekannt wurde, dass sich diese Krankheit vor allem unter homosexuellen Männern und Heroinabhängigen ausbreitete, trug dies mit Sicherheit dazu bei, dass viele noch abwertender auf Homosexuelle und Junkies blickten als sie es vielleicht schon taten.
Hinzu kam, dass es natürlich damals wie heute, wenn etwas neu ist, neben neuen wertvollen Erkenntnissen auch viele falsche und nicht zielführende Informationen über die Krankheit gab.

Die Macht der Medien.
Heute so gigantisch groß wie nie zuvor.
Denn zu den klassischen „seriösen“ Informationsmedien wie Radio, TV und Zeitung, kommen heute Kanäle dazu, deren Inhalte ungefiltert non stop Informationen zur Verfügung stellen.
In Echtzeit.
Und zwar auch solche, die eigentlich keine echten Informationen mit Mehrwert, sondern reine Weitergabe von Hörensagen, Meinungen, gefühlten Wahrheiten und auch Lügen und Falschinformationen sind. Denn jede und jeder kann in den sozialen Medien raushauen, was sie oder er meint, denkt oder für wahr hält. Und da kommt einiges zusammen.
Eine Moderation findet nicht statt, und Algorithmen sorgen dafür, dass man mit einer Meinung schnell unter sich bleibt und eine unsichtbare Mauer entsteht.

Die realen Mauern sind gefallen, FREIHEIT war das Motto - und gleichzeitig wurden überall nach und nach neue gedankliche, soziale und emotionale Mauern errichtet.

Ich für meinen Teil, die ja einen ganz guten Vergleich zwischen damals und heute hat, empfinde es zunehmend so, dass wir in einer Zeit, die so aufgeklärt wie noch nie ist und die jedem Einzelnen so viel Freiheit wie noch nie bietet, mehr und mehr in eine Art „Toleranzkorsett“ gedrängt werden, das - wie sollte es anders sein - natürlich nicht jeder:m passt.
Und in der verlangten Form auch nicht passen muss, da dies gleichzeitig die Intoleranz der Meinung des anderen nach sich zieht. 
Doppelmoral.
Bigotterie.

Die Grenzen zwischen Gesetzen, Fakten und Meinungen und Gefühlen verwischen immer mehr, und gleichzeitig bilden sich gedankliche Fronten, Mauern und Gräben, die zu überwinden, kaum  noch jemand bereit oder in der Lage ist, denn zur neuen Aufgeklärtheit gehört leider auch der Ruf nach ständiger Affirmation, und die wirkt sich sehr schlecht auf die Fähigkeit zur Kritikfähigkeit und kontroversen Auseinandersetzung aus.

Kleine Kinder lernen seit einiger Zeit „Alles und jeder ist gut und richtig wie sie/er ist“.

Es gibt Tiktok-Videos mit Self-Empowerment-Botschaften bereits für ganz kleine Kinder. Da steht dann Mama oder Papa vor dem vielleicht gerade zweijährigen Sprössling, die / der gerade weint, weil irgendetwas nicht so rund lief, und sagt: „Sprich mir nach: Ich bin toll, ich bin großartig, ich bin wundervoll, ich kann alles erreichen. Niemand hält mich auf!“ Und dann stehen die kleinen Mäuse ehrfurchtsvoll, ein letztes Tränchen verdrückend vor ihren Eltern, strecken sich und sprechen in ihrer noch leidlich ausgereiften Sprachfähigkeit die Mantras ihrer Eltern nach. Gefolgt von einem dicken Lob.

Das ist einerseits natürlich absolut goldig und herzerwärmend und beinhaltet selbstverständlich auch pädagogisch wertvolle Elemente. Allerdings mangelt es eben andererseits an der Dosis Realität, die es eben auch ganz dringend braucht, um zu einem selbstbestimmten, selbstbewussten, selbstwirksamen Menschen heranzureifen, die/der mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen vermag und auch mal bei Widerständen und Kritik nicht sofort aus der Balance gerät.

Denn es WIRD eben immer mal Grenzen, Widerstände, Ablehnung, Verlust, Niederlagen und Kritik geben. Immer. Nie und für niemanden ist das Leben eine chillige Gerade oder ein bequemer Aufzug, der non stop geräuschlos nach oben führt. 

Und genau hier liegt ein aktuell häufig zu beobachtendes Phänomen und Problem:

Aufgeklärtheit, Toleranz, Self Empowerment, Akzeptanz, Freiheit, Individualismus, all das wird heute enorm groß geschrieben, die eigene Meinung und Lebenshaltung wird stolz wie eine Trophäe vor sich her getragen, in den Social Media gefeiert und verteidigt, aber wenn es an die Meinungen, Grenzen und Kritik anderer geht, dann gelten die Gesetze der grenzenlosen Aufgeklärtheit und Toleranz eben doch wieder nicht so uneingeschränkt, und dann wird eine Diskussion über ein Sachthema sehr schnell mal sehr persönlich, unsachlich, hässlich, beleidigend, Augenbrauen werden hochgezogen, es hagelt herablassende Blicke und Handbewegungen, und die Person, die die eigene Meinung in Frage stellt, wird direkt geframed, als „falsch“ gebrandmarkt, als untragbar und generell schlechter Mensch.

Denn es kann nur eine richtige Meinung geben: meine.

Das ist jedoch nicht der Kern von Aufgeklärtheit und Toleranz, sondern das genaue Gegenteil davon. 

Das, was durch die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die Sozialen Medien mehr und mehr suggeriert wurde und möglich gemacht wurde, nämlich sich selbst in den Fokus zu stellen und als das Nonplusultra zu sehen und andere und deren Meinungen einfach auszublenden, wegzuklicken, zu ignorieren, zu blocken, zum Schweigen zu bringen, genau das passiert auch mehr und mehr im echten Leben in Form von Ghosting, und zwar nicht nur in amourösen Beziehungen, sondern mehr und mehr auch im Alltag.

Wer nicht meiner Meinung ist oder mir zu unbequem wird, die/den radiere ich halt aus. Die/der hat keine Daseinsberechtigung.

Wenn jemand so in seinem Privatleben agiert, geradezu totalitär jede:n ausschließt, die/der anderer Meinung ist, dann ist das, nun ja, sicher nicht gerade ein Zeichen von besonderer Reife, aber auch irgendwie ihr/sein gutes Recht in Rahmen der Meinungsfreiheit, so lange sie/er der/dem Andersdenkenden nichts tut oder sie/ihn öffentlich in Misskredit bringt.

Aber genau dies passiert eben immer häufiger in den sozialen Medien, in Foren und Kommentarspalten. Da wird gemobbt, beleidigt, gehasst und stigmatisiert, was das Zeug hält.

Es entstehen Strömungen und feindliche Lager.

Und es entsteht so etwas wie ein nach außen demonstrierter Mainstream, ein Konsens über eine Sache, der eigentlich gar keiner ist, da sich die Diskussionen lediglich innerhalb der eigenen Blasen abspielen, aber da ist der Druck und die Macht der Gruppe gewaltig.

Sein und sein lassen.

Leben und leben lassen.

Diversität und Toleranz.

Das wird einerseits gepredigt - demonstriert jedoch wird ein „Du hast zu akzeptieren, dass nur diese eine Meinung die richtige ist, und ansonsten bist du ein Hater, whatever-phob, ein Idiot sowieso, ein Ignorant, ein Intoleranter, und vor allem bist du politisch rechts.“

Wenn Privatpersonen sich in den sozialen Medien oder auf Demonstrationen so gerieren, dann ist das mehr als fragwürdig und sendet eindeutige Signale, jedoch fällt all dies - immer unter der Voraussetzung der Gewaltfreiheit - unter das Gebot der Meinungsfreiheit.

Wenn hingegen gewählte PolitikerInnen, Parteien, Öffentlich Rechtliche Sendeanstalten, Lehrkräfte, StaatsdienerInnen und die Presse immer häufiger so agieren und ideologische Denkweisen ohne jede Diskussion und Möglichkeit der Kritik der breiten Masse entweder stillschweigend oder lautstark aufoktroyiert werden sollen, dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Ganz besonders dann, wenn elementare Veränderungen und Gesetze eine absolute Minderheit betreffen, aber die gesamte Bevölkerung dadurch in irgendeiner Weise beeinträchtigt sein sein wird und so wichtige und für eine Demokratie unverzichtbaren Werte wie Toleranz insofern umgedeutet werden sollen, dass sie nurmehr in eine Richtung zu verstehen sind, und diese Richtung wird von einer lautstarken Minderheit vorgegeben. 

DAS ist nicht Toleranz.

Mir persönlich geht es dabei nicht darum, recht zu haben oder die einzig wahre Wahrheit zu kennen, denn genau da steckt das Problem:

Es gibt eben Dinge und Phänomene im Universum, für die es (noch) keine unverrückbare eindeutige und ohne jeden Zweifel bewiesene einzige Wahrheit gibt. 

Es gibt einerseits Fakten.

Fakten sind wirkliche, nachweisbare, bestehende, wahre, anerkannte Sachverhalte, die sich anhand eindeutiger Kriterien überprüfen und bestätigen lassen. 

Studienergebnisse liefern keine Fakten, sondern widmen sich Hypothesen.

Studien zu bestimmten Fragen können einerseits zu der einen Einschätzung, andererseits zu einer anderen kommen. Ergebnisse aus Studien können sich zwar derselben Frage widmen, aber müssen dennoch nicht zu deren absoluten und endgültigen Klärung beitragen. Vielmehr können Studien weitere Fragen und Ungereimtheiten aufwerfen. Studienergebnisse zu bestimmten Fragen können sehr unterschiedliche Antworten liefern und somit neue Fragen und Unsicherheiten aufwerfen.

Und Studien beziehen sich stets auf bestimmte Gruppen und Stichproben.

Stichproben, die zwar repräsentativ sein sollten, jedoch stets nur eine Stichprobe bleiben werden. 

Deshalb sagt ein Wissenschaftler auch niemals „Eine Studie hat bewiesen, dass…“

Studien beweisen niemals etwas. Studien belegen oder widerlegen Hypothesen, Vermutungen.

Einen kleinen Ausschnitt aus einem Ausschnitt. 

Und selbst dann gibt es noch immer Unsicherheiten und neue, weitere Fragen.

Studien untersuchen Zusammenhänge.

Studien liefern keine Kausalzusammenhänge.

Ein Kausalzusammenhang hingegen ist etwas, das durch Experimente untersucht wird.

Und es gibt subjektive Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle, Meinungen, Beeinflussungen, Manipulationen und Prägungen.

Letzteres ist - wie gesagt - absolut subjektiv und entzieht sich zum einen in weiten Teilen allen Außenstehenden, denn das, was DU erlebt hast, was du fühlst und wie du Dinge betrachtest, kannst du zwar irgendwie versuchen, in Worte zu packen und anderen zu erklären, aber sie werden niemals dein Innenleben wirklich nachempfinden können.

Andererseits, und das ist das Interessantere, entziehen sich unsere eigenen Gefühle, unser Verhalten und unsere Glaubenssätze unseres eigenen Bewusstseins dahingehend, dass wir vieles von dem, was wir glauben zu wissen, gar nicht wirklich wissen können, geschweige denn kontrollieren.

Angefangen damit, dass uns unsere pränatale Zeit und ca. unsere ersten drei Lebensjahre in unserer bewussten Erinnerung einfach komplett fehlen (aber sehr viel Einfluss auf uns haben) über die Prägungen, die wir unbewusst durch unsere ersten und engsten Bezugspersonen erfahren bis hin zu der unbewussten und heutzutage kontinuierlichen Manipulation durch so ziemlich alles, was uns umgibt. (Soziale) Medien sind heute überall und wirken bereits oft ab dem Kleinkindalter auf uns ein, ohne dass wir es bemerken. Wir streiten es häufig sogar ab, dass wir dahingehend manipulierbar sind, aber das stimmt eben nicht bzw. nur für einen absolut verschwindend geringen Teil der Menschen, und das sind in der Regel solche, die sich sämtlichen Medien vollkommen entziehen. Und sogar diese werden unbewusst durch andere Dinge beeinflusst, jedoch nicht in so hohem und wirkungsvollen Maße.

Wir alle glauben, dass wir in unserer westlichen, demokratisch geprägten Welt vollkommen unseres freien Willens unterliegen. Alles, was wir tun oder nicht tun, tun wir vollkommen freiwillig, abgesehen von Gesetzen. Das bedeutet im Prinzip nichts anderes, als dass wir glauben, die vollkommene Macht über unser Leben zu haben.

Und genau das ist ein Irrglaube.

Denn wahre Macht ist in unserem System nur durch eines definiert: Geld.

Wer das Geld hat, hat die Macht.

Wer die Macht hat, hat Möglichkeiten und Einfluss.

Und wer bereits mächtig ist, schart weitere Mächtige um sich, und es entstehen noch mehr Macht, mehr Möglichkeiten, mehr Einfluss.

Und da, wo die Macht und das Geld ist, ist vor allem eines die treibende Kraft:

Der Wunsch nach Erhalt und Vermehrung von Macht und Geld. Und nach Kontrolle.

Denn das sind die Lebenselexiere. Die Garantiescheine. Die Greencard. Das goldene Zepter.

Nun mag die eine oder andere denken: Ja, das mag vielleicht in der Wirtschaft, in der globalen Betrachtung so stimmen, aber auf mich in meinem Privatleben trifft es ja nicht zu. Da entscheide ich, was ich will und was nicht, auch wenn ich nicht so viel Geld habe. Aber ich kann im Prinzip tun und lassen, was ich will.

Schon wieder ein Irrglaube.

Geld und sozialer Status bestimmen in hohem Maße nicht nur darüber, was wir uns materiell leisten können, sondern auch über immaterielle Reichtümer wie Bildung, Wohlbefinden, persönliche Freiheit und Dinge, die sich daraus ableiten wie zum Beispiel die Fähigkeit zur Analyse, zur (Selbst-)Reflexion und Objektivität, zur Artikulation, zum Abwägen, zur Horizonterweiterung, zur Weitsicht, Vorsorge und (selbst-)Fürsorge und zur objektiven und umfassenden Meinungsbildung.

Das bedeutet nicht, dass alle Menschen ohne Geld quasi dumm sind, mitnichten!

Vielmehr soll es verdeutlichen, wie groß der Bogen sein kann, der sich um Einzelne spannt, geht es um Geld und die damit verbundenen Möglichkeiten, die sich eben nicht darauf beschränken, sich das neueste Handy zu kaufen oder zu den Malediven zu fliegen und so „dazu zu gehören“ und glücklich zu werden.

Aber genau das ist es, was den meisten von klein auf suggeriert wird:

Willst du glücklich sein im Leben, arbeite hart und mehre Vermögen, kaufe und konsumiere Dinge, bring Leistung und sehe gut aus. Neben Geld ist nämlich gutes Aussehen angeblich  Garant Nr. 2 im Ranking der Faktoren für Glück und Zufriedenheit.

Und das ist ja auch genau das, was wir tagein, tagaus zu sehen bekommen.

Die fröhlichen, gut gelaunten, gut aussehenden Menschen und die, die eben Hartz IV- / Bürgergeld beziehen und hängende Mundwinkel haben.

Und die sind es ja selbst schuld.

Denn heute ist es ja nun wirklich für jede:n so einfach, etwas darzustellen und ein geiles Leben zu führen. Zumindest wird das den jungen Menschen suggeriert.

Ich zitiere aus der Wirtschaftswoche (08.02.2023| Update: 08.02.2023 - 14:30 Uhr von Angelika Melcher

 Jugendliche und junge Erwachsene sind auf der Suche nach ihrer sozialen Rolle in der Gemeinschaft, wollen mit Statussymbolen eine gewisse Attraktivität nach außen tragen. Die eigene Position in der Gemeinschaft zu finden, ist in diesem Lebensalter eine fundamentale psychologische Entwicklungsaufgabe“, kommentiert Psychologe Thilo Hartmann, Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.. „Der Erwerb von teuren Klamotten und Technik ist ein Versuch, sich zugehörig zu fühlen“. Und das wissen auch die Unternehmen: Werbung ziele darauf ab, Menschen durch irrationale Kaufentscheidungen meist unnötige Produkte zu verkaufen, die versprächen, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Durch soziale Medien könne die oft verdeckte Werbung außerdem perfekt auf Zielgruppen zugeschnitten werden. „Influencer mit Reichweite genießen eine hohe Akzeptanz bei ihren Followern. Sie dienen als Rollenmodell und verführen die jungen Menschen, ihrem Konsumverhalten nachzueifern.“

In dem dazugehörigen Artikel geht es um den fragwürdigen Trend, möglichst hohe Schulden beim Zahlungsanbieter Klarna anzuhäufen, der es Menschen besonders leicht macht, Klamotten und andere Sachen einfach auf Rechnung, also auf Pump, zu kaufen und später zu bezahlen.

Und da gutes Aussehen ja ein vermeintlich sicheres Indiz für Glück und Zufriedenheit ist, machen natürlich gerade sehr junge Menschen mit geringer Kaufkraft gerne Gebrauch davon.

Drei Aussagen in diesem Zitat seien hier noch einmal hervorgehoben:

1. Jugendliche und junge Erwachsene sind auf der Suche nach ihrer sozialen Rolle in der Gemeinschaft.

2. Die eigene Position in der Gemeinschaft zu finden, ist in diesem Lebensalter eine fundamentale psychologische Entwicklungsaufgabe.

3. Werbung ziele darauf ab, Menschen durch irrationale Kaufentscheidungen meist unnötige Produkte zu verkaufen, die versprächen, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Durch soziale Medien könne die oft verdeckte Werbung außerdem perfekt auf Zielgruppen zugeschnitten werden.

Frage an alle:

Wer in unserer Gesellschaft ist am anfälligsten für jede Art der Manipulation, der Suggestion und der Überzeugungsarbeit?

Jugendliche und junge Erwachsene. Und natürlich Kinder.

Und wer in der Gesellschaft hat - in der Regel - das größte Interesse daran, dass die Kinder und Jugendlichen glücklich und zufrieden sind?

Deren Eltern.

Und jetzt denken wir einmal im ganz großen, neoliberalistischen Stil, unter Berücksichtigung der Erkenntnis, dass der Mensch unbewusst maximal durch das, was ihn permanent umgibt, manipulierbar ist und dass wir Menschen hier und heute maximal von diesen gleichermaßen permanenten wie subtilen Manipulationen umgeben sind, nämlich durch die allgegenwärtigen und non stop auf uns einwirkenden (sozialen) Medien.

Und dann beziehen wir in diese Betrachtung noch mit ein, dass Menschen mit Geld und Macht natürlich auch Macht über das haben, was wir non stop zu sehen bekommen und das uns dazu anregen soll, etwas zu denken und zu glauben, etwas zu kaufen, etwas zu tun oder etwas zu sein.

Um dazuzugehören.

Um unseren Platz zu finden.

Um glücklich zu sein.

Ein Gedankenexperiment:

Stellen wir uns vor, dass die Mehrheit der Menschen mit Macht und Geld und den Möglichkeiten zur Beeinflussung des Denkens und der Überzeugungen eines Tages behaupteten, dass es ein großer Irrtum war, zu glauben, dass Zitronen sauer seien. Dass das alles Quatsch war und wir nur manipuliert wurden. Dass Zitronen eigentlich zuckersüß sind und dass Zitronen vor allem dazu da seien, unsere eigene Bitterkeit, die Traurigkeit und den Trübsinn zu beseitigen. Mit ihrem süßen Saft, der vollkommen frei von Nebenwirkungen unser aller Leben verändern könnte, wenn wir nur endlich aufhörten, Zitronen als sauer zu bezeichnen. 

Alles, was wir dafür tun müssten, sei lediglich, daran zu glauben, dass Zitronen wirklich süß seien und jeden Tag zwei Liter puren Zitronensafts zu trinken.

Zunächst würde das nur in kleinen Gruppen kursieren und als Blödsinn abgetan werden. Aber die Präsenz der Zitrone und ihrer bislang ungeahnten Kraft ploppte plötzlich überall auf, und je mehr Content wir darüber ansahen, desto mehr Zitronencontent bekamen wir.

Und bereits nach kurzer Zeit würden die ersten anfangen, zu zweifeln, an dem, was sie bislang glaubten. Sie würden anfangen, mit ihrer wachsenden Unsicherheit über den Geschmack von Zitronen zu hadern und darüber nachzudenken, ob das denn eigentlich nicht wirklich alles sein könne, nämlich dass wir nur deshalb glaubten, Zitronen seien sauer, weil man uns das seit Ewigkeiten so erzählt habe. Und sie würden, mit diesem stetig wachsenden Gedanken im Hinterkopf, Zitronensaft trinken. Und mit jedem Schluck würde er ihnen süßer und süßer schmecken. Und das würden sie anderen erzählen. Und die würden auch anfangen, Zitronensaft zu trinken, denn wenn eine Person aus ihrem engeren realen oder virtuellen Umfeld das erzählte, dann konnte das ja nicht so falsch sein. Und mehr und mehr Menschen würden anfangen, Zitronensaft zu trinken, während sie immer mehr Erfahrungsberichte Gleichgesinnter lesen und tauschen würden. Und mit jedem Glas Zitronensaft und mit jedem Erfahrungsbericht kamen weitere Menschen mit denselben Erfahrungen dazu.

Man bildete eine regelrechte Zitronengemeinschaft. Man gehörte zusammen. Und plötzlich stellte man fest, dass man tatsächlich so viel glücklicher und zufriedener war. Das Leben war nicht mehr so schwer und einsam, denn man konnte sich mit seiner Zitronen-Community austauschen, die dasselbe erlebt hatten. Man gehörte dazu! Es war so schön, von anderen verstanden zu werden. Und täglich wurden es mehr und mehr Menschen, die das süße Geheimnis der Zitronen für sich entdeckten. 

Der Preis für Zitronen nahm täglich zu, und Zitronen wurden DAS Ding, an dem die Menschen mit Macht und Geld, die das Zitronengeheimnis einst in die Welt gesetzt hatten, verdienten und so noch mehr Macht und Geld bekamen. Und sie verstärkten die Werbemaßnahmen für Zitronen jeden Tag etwas mehr, denn die Erfolgsberichte der schnell wachsenden Community gab ihnen ja recht: Zitronen schmeckten süß und machten glücklich!

Zitronenspots zur Prime Time verleiteten immer mehr Menschen dazu, literweise Zitronensaft zu trinken, der ihnen nach und nach tatsächlich immer süßer und süßer schmeckte.

War das all die Jahre nur billige Propaganda, welche darauf abzielte, den Menschen die sensationelle Wirkung der Zitrone zugunsten teurer Medikamente zu verheimlichen?

Eine Welle ging schließlich um die Welt…erst langsam und dann immer schneller breitete sie sich aus. Überall las und hörte man von Zitronen, sie waren plötzlich allgegenwärtig. Auch seriöse Zeitungen und Politiker sprachen sich mehr und mehr für die Zitrone aus, Klimaschutzmaßnahmen wurden heruntergefahren, Subventionen flossen, um die Bedingungen für den Anbau von Zitronen zu optimieren. Erdbeerenbauern stellten auf Zitronen um. Die Zitrone wurde mehr und mehr das Symbol für Glück und Zufriedenheit. Eine Zitronenflagge wurde kreiert, T-Shirts, Taschen, Sticker, Tassen, Poster, Sinnsprüche überall. Menschen ließen sich Zitronen tätowieren. Die Gesellschaft für Süßobst machte sich stark dafür, die Zitrone endlich aus der eher benachteiligten Gruppe der Zitrusfrüchte in die Gruppe der bevorzugten Süßobstfrüchte zu inkludieren. Es gab Demonstrationen für die Zitrone. 

Der World Lemon Day wurde ins Leben gerufen. Hunderttausende feierten den Siegeszug der Zitrone und die damit einhergehenden Glücksgefühle. Die Zitronencommunity wurde zu einer der mächtigsten Lobbys weltweit.

Aber es gab auch Zweifler, Skeptiker, Menschen, die all das in Frage stellten und nicht davon überzeugt waren, dass Zitronen süß schmeckten und glücklich machten. 

Sie versuchten, ihre Zweifel in Worte zu fassen. Sie sprachen mit ExpertInnen, recherchierten und fanden zahlreiche Belege dafür, dass die Zitrone gar nicht süß sein konnte, wenngleich sie für einige subjektiv so schmecken mochte. Aber das war eine verschwindend geringe Gruppe, bei der sich dies medizinisch / biologisch nachweisen ließ.

Aber sie fanden kein Gehör.  Im Gegenteil. Sie wurden beschimpft. Man unterstellte ihnen nur Neid, Hass und mangelnde Toleranz für all jene, die schließlich davon zeugten, dass Zitronen glücklich machten.

Und die Zweifler fanden mehr und mehr Menschen, die auch zunächst an die Kraft der Zitrone geglaubt hatten, jedoch nach langem übermäßigem Konsum plötzlich feststellen mussten, dass sie an permanentem Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen  sowie Aphten im Mundraum litten. Die Zähne erlitten Schäden von der Säure, Nierensteine entstanden. 

Außerdem mussten sie feststellen, dass sie eigentlich nicht wirklich glücklicher waren als vorher, denn ihre innersten Ängste, Sorgen und Nöte waren eigentlich noch immer dieselben. 

Und sie veröffentlichten ihre Erfahrungsberichte und Zweifel und baten die Menschen, doch etwas genauer über all das nachzudenken, mit ihnen zu reden und sich ihre Erfahrungen anzuhören. Aber sie ernteten nur Ablehnung. Und auch ihre Zitronencommunity war nicht mehr für sie da, denn sie galten nun als Verräter.

Alle Zitronen-Kritiker, selbst die Wissenschaftler, die ihre Bedenken und Sorgen zweifellos mit belastbaren Daten belegen konnten, wurden als Feinde der Zitronenbewegung gecancelt und als intolerant und faschistisch geframed.

Sogar Politiker und seriöse Medien ergriffen Partei für die Zitronencommunity.

Ein neues Gesetz wurde diskutiert, nach dem jede:r, der Zitronen öffentlich als sauer bezeichnete, mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro belegt werden konnte. 

Comedians machten sich lustig über die Zitronen-Zweifler und schimpften sie lemophob.

Und eines galt fortan als unverrückbare Wahrheit:

Zitronen sind zuckersüß. Und wer etwas anderes behauptet, ist intolerant und hasst alle Menschen, die Zitronen lieben. Und Zitronen sowieso. 

Und Zitronenhasser waren ganz klar intolerante Demokratiefeinde und genauso schlimm wie die Nazis. Denn wie konnte man es wagen, an etwas zu zweifeln, das doch so viele Menschen glaubten? Weil es ihnen einer gesagt hatte?

Und die Frage, die ich zum Abschluss allen stellen möchte, ist diese:

Was ist Toleranz?

Ist es das: Wenn wir einfach jede:n das glauben lassen, was sie/er über den Geschmack von Zitronen denkt, nämlich dass sie der/ dem einen süß und der/dem anderen eben sauer schmecken, und wenn Zitronen und Beeren absolut gleichwertig in Obstregal existieren dürfen? Weil es eben diese und jene Möglichkeit gibt. Weil Gefühle, Empfindungen, Geschmäcker nun einmal subjektiv sind. Und weil sich nicht alles hundertprozentig beweisen lässt.

Oder ist es toleranter, wenn mit aller Macht dafür gesorgt wird, dass jede:r zu glauben hat, Zitronen seien süß und jede:r, die/der etwas anderes behauptet, wird der Intoleranz bezichtigt, diffamiert, ausgegrenzt und bestraft. Obwohl es für die Süße der Zitrone zwar Hinweise, aber keine belastbaren Beweise gibt und beides, süß wie sauer, möglich ist. 

Toleranz ist ein elementarer Bestandteil von Demokratien und die Grundbedingung für Frieden in der Gesellschaft. 

Und wer Demokratien und Toleranz angreifen und zersetzen will, kann dies heute mehr denn je am besten über die Medien tun, als DEM Ort, an dem weltweit Stimmungen, Meinungen, Überzeugungen, Narrative, Mainstream gemacht werden. Der Ort, wo im Handumdrehen Moden, Wellen, Hypes und Veränderungen entstehen. 

Der Ort, der kaum reguliert und kontrolliert ist, den aber gerade junge und labile Menschen, die sich in der realen Welt unsicher und ängstlich fühlen, als ihren Safe Space auserkoren haben, weil sie glauben, dort verstanden und aufgefangen zu werden.

Der Ort, an dem die Menschen mit Geld und Macht dafür sorgen, dass sie noch mehr Geld und Macht anhäufen. Indem sie andere davon überzeugen, etwas zu sein oder abzulegen, etwas zu kaufen, etwas zu tun, etwas zu glauben. Damit es ihnen besser geht. Damit sie ihren Platz in der Gesellschaft finden. Damit sie glücklich werden. 

Der Ort, an dem vor unser aller Augen Menschen massiv und in ganz, ganz großem Stil vollkommen legal hart manipuliert werden. 

Wo Macht für eigene Zwecke missbraucht wird, weil sich mit der Not vieler für einige wenige sehr viel Geld verdienen lässt.

Dieser Ort  ist für viele und immer mehr Kinder und Jugendliche ihr Safe Space, ihre Clique, ihr Freundeskreis, ihre Community, ihr Zuhause. 

Und die einzigen, die diesen riesigen und weltweit akzeptierten Machtmissbrauch stoppen könnten, sind entweder die mit der Macht oder ausgerechnet die, die sich hier so zu Hause fühlen. Die User.



























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