Alles so schön smart hier
Früher nannte man häufig erfolgreiche Menschen (surprise: vorwiegend Männer) "smart".
"Smart" ist englisch und bedeutet "intelligent", "schlau", "gewieft" usw.
Irgendwann kam ein Auto namens "Smart" auf den Markt, weil es so schön kompakt, wendig und citytauglich war. "Smart" im heutigen Sinne war das aber damals noch nicht wirklich.
Heute sind es vor allem technische Gadgets, denen diese Eigenschaft zugeschrieben wird.
SMART.
Unser aller bester Freund ist es zum Beispiel, das Smart Phone.
Früher hat man mit einem Mobiltelefon in erster Linie telefoniert. Es war quasi die Telefonzelle für die Handtasche und mindestens ebenso schwer wie ein Tetrapack Milch.
Heute sind Handys klein, dünn, leicht, vollgestopft mit "smarter" Technologie und sowas wie unser Zwilling, unser ganzes LEBEN spielt sich in ihnen ab.
Alles ist dort gespeichert, von Telefonnummern über Gesundheitsdaten bis hin zu Konto- und Kundenummern, ein komplettes Home Office, Datenbanken, Bibliotheken, Discotheken, Universitäten, Rezepte, News in allen Formaten, Dekorationsideen, Fotos von den lieben Kleinen und dem Geburtstag bei Tante Olga bis hin zur Kommandozentrale für unser Zuhause.
Und unser Smartphone kennt uns besser als wie uns selbst kennen dank Algorithmen. Wir sind transparent wie Glas geworden, und alle, die damals über "1984" von George Orwell müde gelächelt haben, müssen heute zugeben, dass er vollständig richtig lag.
Im Prinzip kann man heute nur mit einem Handy bewaffnet sein komplettes Leben bestreiten.
Wer "auf der Höhe der Zeit" ist, lebt in einem smarten Home mit smarten Gadgets, die sie/er vom Smart Phone aus von überall auf der Welt kontrollieren und bedienen kann.
Es ist heute möglich, auf der Terrasse des Feriendomizils in der Karibik in den heimischen Kühlschrank zu schauen, um zu checken, ob man die Tupperdose mit dem Auflauf vom letzten Samstag dort vor der Abreise vergessen oder den Inhalt noch entsorgt hat.
Oder man legt bequem die Füße hoch und schaut Netflix am Smart TV, während der Saugroboter über´s Laminat schwebt.
Oder man durchforstet Wikipedia, Youtube oder smarte Lernplattformen nach allerlei Wissen zu jedem nur denkbaren Themengebiet - häufig ohne Gewähr.
Oder man lauscht einem Podcast über weibliche Menstruationsprobleme, während der Smart Cooker das Menü zubereitet - natürlich alles unter dem strengen Kommando von Alexa, die man entsprechend abgerichtet hat.
IST DAS NICHT HERRLICH?
So ziemlich nichts muss man mehr selbst machen.
Fast alles kann einem abgenommen, geliefert und mundgerecht vorgekaut werden.
Keine langen Wege mehr, kein umständliches Gefrickel, kein Bücken und Knien, kein Telefonieren, kein Drücken von Knöpfen, Tasten und Hebeln mehr... alles ist per Sprachkommandos, einmaliger Vorprogrammierung oder mittels leichter Berührung oder Wischen in Sekunden möglich.
Living is easy.
Schon die ganz Kleinen bedienen heute intuitiv Mamas Smartphone oder Tablet, um sich Peppa Pig, Paw Patrol oder Shaun das Schaf anzuschauen (gerne auch nicht altersgerechte Sendungen, wenn die Kinderschutzeinstellungen vergessen wurden), und spätestens mit ca. 10 besitzen bereits 54 % der Kinder ein eigenes Smartphone. In der Altersgruppe der Sechs- bis Siebenjährigen sind es rund 7 %. ab ca. 12-13 haben schon 73% ihr Smartphone.
Davor benutzen sie aber sehr häufig und schon sehr früh Mamas oder Papas Handy.
Natürlich kann man mit seinem Smartphone auch Bücher lesen, rechnen und schreiben lernen. Aber naja....
In unserer digitalen Welt lernen SMARTE Kids heute schon sehr früh, mit smarten Gadgets umzugehen.
Das macht insofern Sinn, da sie als Digital Natives später über entsprechende Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen sollten. Die Welt ist nun einmal digital geworden, ob uns das nun gefällt oder nicht.
Einige Eltern versuchen noch standhaft ihre Kinder bis zum Alter von 12 von jedwedem Digital Device fernzuhalten, um dann festzustellen, dass die Kinder spätestens ab da vollends im digitalen Universum versumpfen oder bei anderen wie festgetackert am Handy kleben, wenn sie es einmal in die Finger bekommen.
Diese kleinen Geräte üben einfach eine unglaubliche Faszination auf Kinder aus. Und nicht nur auf die Kinder.
Alles schön und gut, denkt ihr vielleicht gerade, aber worum genau geht's denn nun in diesem Post?
Ich sag's euch.
Die schöne SMARTE Welt, so faszinierend und bequem sie auch sein mag, hat einen ganz erheblichen Anteil an einer Vielzahl von Problemen, die Kinder und Jugendliche heute in der Schule und im Alltag haben.
Denn entgegen zur sich stetig - teils in rasantem Tempo - weiterentwickelnden Technologie, bleiben wir Menschen von der "Grundkonstruktion" her gleich.
Gewiss, von den Neandertalern bis hin zur Industrialisierung haben wir Menschen uns reichlich verändert. Aber dazwischen lag auch eine gigantische Zeitspanne.
Seit der Erfindung des ersten Computers in den Vierziger Jahren bis heute sind aber nur wenige Jahrzehnte vergangen, während die Technologien ganze Quantensprünge verzeichneten.
Ich habe allein in meinem einen Leben so unfassbar viele Neuerungen und Erfindungen erlebt, vom Schwarzweißfernseher, Wählscheibentelefonen und Walkmen bis zur Streamingplattform und G5, dass einem fast schwindelig wird.
Mein Hirn kommt damit ganz gut klar, ich bezeichne mich als halbwegs affin, was das angeht.
Und ich bin davon überzeugt, dass es eine sehr große Rolle dabei spielt, zu einer Zeit zur Schule gegangen zu sein, als all das, was Kinder und Jugendliche heute als selbstverständlich erachten, noch Utopie war.
Ich habe in der Schule nämlich noch gelernt, meinen Kopf (und meine Gliedmaßen) anzustrengen, wenn ich an Informationen zu einem Thema gelangen wollte. Ich habe gelernt, wie ich mit meinen Händen Dinge anfertige, wie ich halbwegs Noten lese und Instrumente spiele, ich hatte viel Sport, und ich saß zu Hause die meiste Zeit meiner Kindheit und Jugend nicht vor einem Fernseher oder an einer Konsole oder ähnlichem, sondern ich las, bastelte oder malte, spielt Instrumente oder war einfach draußen mit anderen Kindern unterwegs.
Und auch meine Eltern saßen nicht 24/7 vor irgendeinem Kasten.
Ich höre förmlich das Aufstöhnen der Jungen, was "der Boomer" da faselt.
Andere Zeiten, andere Sitten gell? Kein Mensch braucht heute noch Büchereien, Werken, Basteln, Handarbeiten und Kochen in der Schule!
Ist das so?
Keineswegs.
Spätestens mit dem Einzug der Smartphones in die allermeisten Haushalte mit und ohne Kinder hat sich das Leben des Einzelnen, aber vor allem das Leben miteinander gravierend verändert.
Eltern verbringen mehr oder weniger Zeit am Handy, holen sich Ratschläge, vergleichen sich und ihre Babys, sie betrachten die Entwicklungsschritte und die süßen bis lustigen Erfahrungen und Alltagsbeiträge ihrer Kinder häufig nicht mehr 1:1, sondern durch die Linse des iPhones, alles wird dokumentiert und sehr häufig in Echtzeit mit der Welt geteilt.
Geteilt werden sollte aber - vor allem in den ersten Lebensjahren des Kindes - eines besser nicht, nämlich die Aufmerksamkeit der Bezugspersonen.
Babys, Kleinkinder brauchen die unbedingte und sensible Aufmerksamkeit und Zuwendung ihrer Bezugspersonen, um ein gesundes, sicheres Bindungsverhalten zu entwickeln, das auf nahezu alle Lebensbereiche - auch später - Einfluss nehmen kann.
Erfährt ein Baby oder Kleinkind immer wieder, dass die Bezugspersonen nur halb bei der Sache sind, sich immer wieder dem TV oder Handy zuwenden oder nicht bzw. nicht angemessen auf die Bindungsbemühungen des Kindes reagieren, werden diese wichtigen Schritte der Kontaktaufnahme eingestellt, ein Gefühl der Sicherheit stellt sich nicht ein, was sich wiederum auf das Lern- und Spielverhalten auswirkt, das vor allem in einem sicheren Raum des Vertrauens besonders effektiv ist.
Das Kind verliert im wahrsten Sinne des Wortes das Interesse an seiner Umwelt, sobald die Umwelt ihm signalisiert, dass es kein (ausreichendes) Interesse an ihm hat.
Schlimmer noch als die mit dem Smartphone geteilte Aufmerksamkeit der Eltern ist es, dem Kind das Handy oder Tablet in die Hand zu drücken, damit es beschäftigt ist.
Ich beobachte in der Tat sehr viele Eltern, die bereits Kindern im Kinderwagen / Buggy / Hochstuhl ein Handy in die Hand drücken, um in Ruhe essen, einkaufen, bummeln oder sich unterhalten zu können. Kinder sind von Natur aus neugierig, und so wundert es nicht, dass die leuchtenden bunten Bildschirme Kinder ebenso faszinieren wie bunte Bilder in einem Buch. Letzteres jedoch kennen viele gar nicht mehr. Und wollen es dann auch irgendwann nicht mehr kennen.
Grundsätzlich fasziniert Kinder erst einmal alles, was sie noch nicht kennen und können, zum Beispiel Tasten, die man drücken kann. Die gab es früher an Telefonen.
Nun kann man sagen, "OK, früher haben die Kids die Tasten am Telefon gedrückt, heute haben sie eben das iPhone in der Hand. So what?"
Der Unterschied ist, dass das Drücken einer Taste durchaus einen Sinn und motorischen Lerneffekt mit sich bringt. Das Kind drückt auf eine Taste, es hat eine taktile Erfahrung, denn der Knopf bewegt sich nach unten, wenn er gedrückt wird. Lässt das Kind los, geht die Taste wieder in ihre ursprüngliche Position. Drückt das Kind die Taste wieder, passiert wieder irgendetwas usw.
Zack, neue neuronale Verknüpfungen entstanden - und manchmal sogar der erste zarte Samen für eine lebenslang anhaltende Faszination für alle technischen Geräte.
Beim Smartphone stellt sich dieser haptische Effekt schonmal nicht mehr ein.
Man drückt zwar noch irgendwie irgendwo drauf, aber man könnte genausogut über die Tischplatte fahren, im Prinzip dasselbe Gefühl.
Am Smartphone wird eher gewischt als gedrückt.
Bunte Bilder rauschen an einem vorbei, "kindgerechte" Spiele lassen Kinderaugen strahlen.
Natürlich können Kinder auch mit diesen Spielen ihre kognitiven Fähigkeiten trainieren. Aber sehr viele andere wichtige (v.a. taktile, körperliche / motorische, interpersonale) Erfahrungen bleiben vor dem Handy, dem Tablet oder vor der Konsole nun einmal auf der Strecke. Und somit wichtige Gehirnareale und Potenziale.
Für eine gesunde Entwicklung der Kinder und ihrer kognitiven sowie motorischen Fähigkeiten ist es wichtig, Ihnen gerade in den ersten Lebensjahren so viel Bewegung und so viele sensorische Erfahrungen anzubieten wie es nur geht.
Die ersten zwei Lebensjahre nennt man "sensomotorische Phase". Hier finden über das sensorische Erleben unzählige wichtige neuronale Verknüpfungen statt, die für das Denken wichtig sind.Und das Tolle ist: Babys und Kleinkinder muss man zum Lernen nicht animieren, sie tun das mit großem Eifer von ganz allein.
Aber eben nur, wenn man sie lässt.
Bekommen Kinder wenige Reize angeboten und werden häufig entweder aufgrund anderer Dinge "vernachlässigt" (und das meint nicht hungernd oder im Dreck sitzend) oder vor einem Smartphone oder TV geparkt, lässt dieser angeborene Spiel- und Entdeckungstrieb, die Wissbegier und der inständige Wunsch nach Lernen und geistiger Entwicklung sukzessive mehr und mehr nach.
Wenn ihr jetzt denkt: Naja, das kann ja alles noch kommen, wenn die Kinder in der Schule sind.
Nun ja, das ist eher schwierig.
Denn den Grundstein legen wir als unmittelbare Bezugspersonen in den ersten Lebensjahren. Lernen liegt Kindern zwar im Blut, aber wenn sie in einer reizarmen und wenig lernfördernden Umgebung aufwachsen, verlernen sie sozusagen das Lernen, auf jeden Fall ihre Neugier und Freude daran.
Apropos Einschulung:
Sehr viele Eltern sind der Überzeugung, dass "Lernen" etwas ist, das vor allem in der Schule stattfindet und mit dem sich die Kinder noch "genug herumplagen werden müssen", wenn sie erst einmal eingeschult wurden.
Schule haftet gemeinhin eine Art Label "Ernst des Lebens" an, womit das Thema "Lernen" schon für viele Kinder von kleinauf negativ konnotiert ist. Wen wundert es da, dass viele schlicht "keinen Bock" auf Lernen haben, ist es doch eine lästige Pflicht, etwas ernstes, definitiv kein Spaß und findet auch nur an einem Ort statt, wo Erwachsene einem etwas beibringen und man immer aufpassen muss, noch dazu häufig trist, grau, langweilig und wenig kind- und lerngerecht gestaltet.
Schule = Kotz!
Das ist ein Riesenproblem und vor allem von grundauf falsch.
Denn das Lernen und das Interesse an neuem und Weiterentwicklung liegt uns tatsächlich im Blut.
Was denkt ihr, wann bei eurem Kind zum ersten Mal das Lernen und das Kurzzeitgedächtnis eine Rolle spielten?
Eine der einfachsten Lernformen ist die so genannte "Habituation". Als Habituation bezeichnet man eine nachlassende Reaktion auf einen wiederholt dargebotenen oder länger andauernden Reiz. Diese Reaktion der abnehmenden Reaktion, die Habituation, ist ein Beleg für Lernen und Gedächtnis und wurde bereits bei Feten in der dritten Schwangerschaftswoche (!) beobachtet.
Hier findet also bereits im Mutterleib ein sehr frühes Lernen statt.
Wir müssen uns also von der Idee freimachen, dass Lernen immer etwas mit Schule, Büchern oder Zahlen zu tun hat.
Im Prinzip ist alles, was ein Mensch vom Zeitpunkt der Zeugung an "erlebt" und verinnerlicht, ein Lernprozess.
Und es gibt Aktivitäten, die fördern die menschliche Fähigkeit des Lernens und Begreifens, und solche, die es eher nicht tun.
Apropos "begreifen":
Be-Greifen heisst nicht von ungefähr so, denn gerade Babys und Kleinkinder erfassen und erlernen ihr Umfeld auch und vor allem durch das Greifen, Fühlen, Ertasten, in Kombination mit dem Sehen, Hören, Schmecken und Nachahmen.
Kommen sie in die Schule, bleiben diese aktiven er- und gelebten Erfahrungen immer mehr aus, und Lernen erfolgt überwiegend durch das passive Erfassen theoretischer Informationen durch das Sehen und Hören.
Erwiesen ist jedoch, dass etwas Neues umso besser BE-GRIFFEN wird, je interaktiver das eigene Lernerlebnis ist.
Betrachtet also beispielsweise ein Kleinkind in einer App, wie eine Murmel eine Bahn herunter rollt und dass es die Murmel durch tippen auf ein Feld aktivieren kann, ist das zwar vom Vorgang her ähnlich, aber nicht dasselbe wie wenn das Kind eine echte Murmel in der Hand hält, in einer echten Murmelbahn betrachtet und dabei lernt, dass es die Murmel oben einlegen und anstubsen muss, damit sie von oben nach unten rollt.
Je komplexer die Inhalte, desto besser hilft das interaktive Erleben beim Be-Greifen.Und je mehr Sinne beim Lernen eingebunden und aktiviert sind, desto besser.
Wiederholungen festigen anschließend das erworbene Wissen.
Schule, wie sie in den meisten Fällen stattfindet, ist also nicht optimal für die Lernprozesse und -erfolge unserer Kinder, und wenn sie dann auch noch zu Hause kaum aktive, körperliche Lernerfahrungen machen und stattdessen primär passiv vor Handy und Co. sitzen, ist es kein Wunder, wenn immer mehr Kinder nicht einmal mehr die einfachsten Skills beherrschen.
Der Guardian berichtete bereits vor Jahren, dass Grundschulkinder zunehmend Schwierigkeiten dabei hätten, überhaupt einen Stift zu halten - aufgrund des exzessiven Gebrauchs von Technologien anstatt klassischem, traditionellen Spielzeugen, welche nicht nur die kognitiven, sondern beispielsweise auch motorischen Fähigkeiten der Kinder spielerisch trainierten und festigten.
Bei einem Projekt mit Grundschulkindern musste auch ich bereits vor einigen Jahren feststellen, dass selbst viele Viertklässler mit 10-11 Jahren nicht in der Lage waren, eine halbwegs gerade Linie auf das Papier zu bringen (auch nicht mit einem Lineal) oder ein Blatt Papier mittig zu falten.
Auch fehlt es Kindern zunehmend an Vorstellungskraft und Fantasie.
Das Denken wird ihnen quasi von kleinauf abgenommen durch technische Gadgets, und Vorlesen findet auch nur noch in wenigen Haushalten statt, sofern man dort überhaupt noch Bücher findet.
Viele Eltern argumentieren, dass es doch toll sei, dass es diese Geräte heute gebe, weil es den Kindern damit doch viel leichter gemacht würde und sie zum Beispiel auch nicht soviel schleppen müssten.
Das Gewicht von Büchern ist durchaus ein Argument.
Aber aus meiner Sicht das einzige wirklich sinnvolle, das für einen ausschließlichen Einsatz von technischen Geräten beim Lernen und Gedeihen spricht.
Auch wird häufig argumentiert, dass die Kinder durch die Erleichterungen durch technische Gadgets mehr Zeit fürs Spielen hätten.
WENN die Kinder dann in der vermeintlich gewonnenen Freizeit auch tatsächlich SPIELEN, ist das wunderbar. Tatsächlich bedeutet "spielen" aber immer häufiger auch das Sitzen vor einem Handy oder einer Konsole.
SMARTE Geräte, eine SMARTE Welt, ein SMARTES Zuhause und SMARTE Schulen führen vor allem dazu, dass die wichtigsten Menschen auf diesem Planeten, die Kinder, nicht immer smarter werden, sondern mehr und mehr geistig verkümmern.
Es ist toll, wenn die Technik sich weiterentwickelt und es Menschen leichter macht. Aber dies sollten m.E. vor allem Menschen mit Einschränkungen sein oder Bereiche, von denen wirklich alle mehrheitlich profitieren. Wie eine Waschmaschine zum Beispiel. Abgesehen vom Energieverbrauch und Elektroschrott schadet sie uns nicht, sondern macht das Leben wirklich leichter und spart Zeit.
Aber auch hier sehen wir ja - wie erwähnt - auch Nachteile.
Technisches Kinderspielzeug, Handys für Kleinkinder oder Tablets, TV und Konsole im Kinderzimmer oder gar als Einschlafhilfe und das passive Konsumieren von "Wissen" in der Schule hingegen sind wirklich schädlich und werden den phänomenalen Fähigkeiten unserer Gehirne nicht gerecht.
Es gibt Menschen, die sagen, dass doch heute eigentlich nicht einmal mehr ein Mensch schreiben und lesen lernen muss, weil es dafür Geräte gibt. Ebensowenig muss man heute noch eine Karte lesen können, die Himmelsrichtungen kennen oder wissen, wie man einfachste Speisen zubereitet.
All das können ja das Internet, unser Smartphone und all die anderen teuren Geräte, die sich in manchem Haushalt finden.
Die smarte Welt ersetzt quasi mehr und mehr unser Gehirn und unsere Hände.
Und unser eigener, angeborener, körpereigener, sensationeller und unnachahmlicher Computer, unser Gehirn, bleibt mehr und mehr ungenutzt.
Denkt diesen Gedanken einfach mal, jede für sich, zu Ende.
Schlausein ist gut, smart sein nicht unbedingt.



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