ATME - Meditation To Go
„So du zerstreut bist, lerne, auf den Atem zu achten.“ (Buddha)
Gerade war ich im Urlaub in meinem geliebten bella Italia.
Ich kann es nicht erklären, aber seit ich mit Anfang 20 zum ersten Mal dort war, spüre ich eine so tiefe Verbundenheit zu diesem Land, die rational nur schwer zu erklären ist. Ich fing an, auf italienisch zu denken und italienische Wörter im Kopf zu haben, obwohl ich vorher noch nie in meinem Leben in Italien gewesen war, geschweige denn italienisch sprach.
Es mag seltsam klingen, aber ich hatte meine Seelen-Heimat gefunden.
Seitdem war ich in vielen Ecken unserer schönen Erde, aber immer wieder zog und zieht es mich nach Italien, und nur dort fühle ich mich zu Hause.
Nicht einmal in meiner Geburtsstadt Berlin oder an meinem Wohnort in Düsseldorf, wo ich immerhin bereits seit knapp 24 Jahren lebe, fühle ich mich annähernd so zu Hause wie in Italien.
Kurzum: Natürlich war der Urlaub wieder einmal ganz wundervoll. Ich habe es genossen. Und ich konnte wirklich und wahrhaftig relaxen. Abschalten. ATMEN!
Am Meer ist es für mich ganz leicht, in einen entspannten Atemrhythmus zu kommen, so wie die Wellen, die ans Ufer rollen.
Eine Freundin sagte einmal zu mir, dass ihr das Meer viel zu unruhig sei, um zu entspannen. Sie braucht die Berge, die still und mächtig vor ihr stehen und ihr Ruhe und Kraft geben.
So empfindet jeder anders.
Aber fast alle vernachlässigen wir unsere Atmung, zumindest im Alltag.
Obwohl das Atmen in meinen Seminaren und Coachings ein elementares Thema ist, gestehe ich, dass auch ich im Alltag manchmal vergesse, richtig zu atmen.
Ich atme kurz und flach, zu schnell, zu hektisch, zu ungleichmäßig, einfach ungesund.
Im Urlaub musste ich mich gar nicht anstrengen und auf meine Atmung konzentrieren. Ich atmete ganz von selbst ruhig, gleichmäßig und tief, und so verschwanden Anspannungen im Körper von ganz allein.
Kaum wieder in Düsseldorf, merkte ich, wie sich das veränderte, denn mein Alltag ist eben ein anderer als im Urlaub. Er ist eng getaktet und jeder Tag ist gewissermaßen durch Aufgaben und Termine vorbestimmt, alles bewegt sich in einem zeitlich und räumlich relativ starren Rahmen.
Und genau so verhält es sich dann auch mit meiner Atmung.
Auch die morgendliche Meditation kann hier manchmal nur bedingt einen Ausgleich schaffen.
Dieser Unterschied zwischen der Urlaubsatmung und meiner Alltagsatmung ist mir vorher noch nie so stark aufgefallen wie in diesem Jahr.
Ich nehme mir deshalb vor, noch besser auf meine Atmung zu achten und regelmäßige Atemmeditationen in meinen Alltag einzubauen.
Ihr könnt das auch.
Nach einem kleinen theoretischen Exkurs zum Thema Atmung habe ich heute nämlich eine kleine Atemmeditation für euch.
Ihr könnt das auch.
Nach einem kleinen theoretischen Exkurs zum Thema Atmung habe ich heute nämlich eine kleine Atemmeditation für euch.
Unsere Atmung ist so unendlich mächtig, obwohl wir ihr in der Regel kaum bewusst Aufmerksamkeit schenken.
Sie begleitet uns von unserem ersten Schrei an jeden Tag 24 Stunden lang.
Ohne sie können wir nicht sein. Um zu atmen, müssen wir uns nicht anstrengen, denn die Atmung wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Es registriert unsere Bewegungen und Gefühle und passt die Atmung automatisch an.
Ohne sie können wir nicht sein. Um zu atmen, müssen wir uns nicht anstrengen, denn die Atmung wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Es registriert unsere Bewegungen und Gefühle und passt die Atmung automatisch an.
Beim Sport atmen wir zum Beispiel schneller, oder wenn wir aufgeregt sind. Wir können unseren Atem aber auch bewusst beeinflussen.
Schon die alten Ägypter wussten um die Heilkunst des Atmens. Der Atem bildet die Verbindung zwischen unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein, das weiß man heute. Selten oder nie achten wir bewusst auf unsere Atmung, obwohl sie eine echte Wunderwaffe ist, die zum Beispiel Stress reduzieren, den Blutdruck senken und bei Panikattacken und Migräne eingesetzt werden kann.
Man unterscheidet die Brust-, die Bauch- und die Flankenatmung. Alle drei zusammen ergeben die Vollatmung, bei der der Körper die optimale Menge an Sauerstoff aufnehmen kann.
Viele von uns atmen nur flach und hektisch.
Die Vollatmung kann jedoch trainiert werden.
Es ist ganz leicht, kleine Atemübungen in den Alltag einzubauen.
Versucht es!
***
Kleine Atemmeditation
Setze dich aufrecht auf einen Stuhl.
Atme ganz ruhig ein und wieder aus.
Lege deine Hand auf die Brust und betrachte, wie dein Brustkorb sich hebt und wieder senkt.
Versuche, nur in den unteren Brustkorb zu atmen.
Beim Einatmen zieht sich dein Brustkorb also nicht zu sehr nach oben, und auch deine Schultern bleiben unbewegt.
Ein.... aus. Ein... aus.
Nun lege deine Hand auf den Bauch.
Dein Bauch sollte sich nicht nach oben und unten bewegen, während du atmest, sondern nach außen und innen.
Atme ganz bewusst gegen deine Hand an.
Ein... aus. Ein... aus.
Lege nun deine Hände auf die Seiten (die so genannten "Flanken"), so dass du die untersten Rippen deines Brustkorbes ertasten kannst.
Atme wieder gegen deine Hände an und achte darauf, wie sich deine Rippen mit jedem Atemzug nach außen schieben.
Ein...aus. Ein... aus.
Wiederhole die Übung mehrfach und achte darauf, dass sich Brustkorb, Bauch und Flanken wie beschrieben mit jedem Atemzug bewegen und der Sauerstoff deine Lunge und deinen gesamten Körper optimal durchfluten kann.
Du wirst mit jedem Atemzug ruhiger, entspannter und frischer.
Eine kleine Atem-Einheit kannst du auch mehrfach am Tag machen und sie so wie einen Entspannungs-Snack in deinen Alltag integrieren.
Versuche, nach und nach in einen Takt von vier Sekunden für das Einatmen und sieben Sekunden für das Ausatmen zu kommen.



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